Haben Sie eigentlich noch Tageszeitungen abonniert, die Sie auf Papier lesen? Bezahlen Sie dafür?
Ich habe mehrere Abos, aber alle digital, etwa die «New York Times» und die «NZZ». Zudem lese ich diverse Tageszeitungen online, amerikanische, schweizerische und auch lateinamerikanische, weil ich mal dort gelebt habe.
Aber nichts auf Papier?
Nein. Ausser ich bin in der Schweiz, «20 Minuten» zum Beispiel. Bücher hingegen bevorzuge ich gedruckt.
Welche Social-Media-Plattformen nutzen Sie?
Privat am liebsten Instagram, für die Arbeit Twitter. Dann Facebook, Youtube und Snapchat, wobei ich das nicht immer so ganz verstehe. Diese Plattformen nutze ich nicht nur wegen meiner Arbeit, sondern weil es mich auch privat interessiert. Und ich habe viele Game-Apps, Gamen ist meine Passion.
Was spielen Sie denn so?
Alles mögliche. Ich habe eine Nintendo Wii, aber auch «Clash of Clans» oder «Clash Royal», vieles spiele ich einfach zum Zeitvertrieb.
Aber keine Ego-Shooter mit Zombies oder anderen Monstern?
Das habe ich auch schon gespielt, aber diese Phase habe ich im Moment nicht.
Finden Sie die Plattformen cool, mit denen sich Jugendliche beschäftigen, oder denken Sie, mein Gott, was ist denn das jetzt schon wieder?
Es ist selten so, dass ich eine neue Onlineplattform nicht cool finde. Es kommt aber natürlich schon drauf an, wofür man sie nutzt. Games sind oft hauptsächlich ein Zeitvertreib. Deshalb habe ich an solche Apps darüber hinaus auch keine grösseren Ansprüche. Aber es entstehen durch sie oft neue Kommunikationskanäle – viele haben eine eigene Chatbox, in der man sich natürlich anders mit Jugendlichen unterhält als per E-Mail.
Sie sind in Venezuela geboren, in Kolumbien aufgewachsen, waren lange Zeit in der Schweiz und jetzt in den USA. Das klingt nach einem sehr multikulturellen Leben. Ticken Sie anders als eine 35-Jährige, die immer in der Schweiz war?
Meistens finde ich meinen internationalen Hintergrund sehr positiv. Ich spreche viele Sprachen, reise um die ganze Welt und fühle mich an vielen Orten zu Hause. Ich kann verschiedene Kulturen besser verstehen, das hilft mir auch im Job. Zum Beispiel wenn ich mit Unicef ein Projekt in Südamerika durchführe, dann ist mir die Welt dort nicht total fremd. Aber es ist natürlich ein extremes Leben, ich bin ständig unterwegs.