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Handy-Kameras

So gelingt das Handybild

Das grosse Potential von Smartphone-Kameras wird nur selten ausgenutzt. Wir geben Ihnen neun Tipps, wie Sie mit Ihrem Handy noch bessere Fotos schiessen.

Text Reto Vogt
Mit wenigen Tricks werden die Fotos mit dem Handy besser. (Bild: GettyImages)

Mit wenigen Tricks werden die Fotos mit dem Handy besser. (Bild: GettyImages)

Ruhe bewahren

Wenn’s pressiert, gelingt höchstens ein Schnappschuss, aber kein gutes Bild. Für schöne Fotos halten Sie das Smartphone im Querformat mit beiden Händen fest. Im Optimalfall stützen Sie sich mit den Ellbogen ab oder legen das Handy auf eine flache Oberfläche. Alternativ dazu verwenden Sie ein Stativ. Entsprechende Helfer sind bei Digitec oder Melectronics ab rund 30 Franken erhältlich.

Linse abwischen

Es klingt banal, kann aber ein entscheidendes Detail sein: Die Linsen von Smartphone-Kameras sind meistens schlecht geschützt und werden im Hosensack oder in der Handtasche oft schmutzig oder staubig. Deshalb hilft es, vor dem Fotografieren mit einem Mikrofasertuch oder dem T-Shirt kurz drüberzuwischen.

Display meiden

Um ein Foto zu machen, drücken viele Nutzerinnen und Nutzer intuitiv auf den «Auslöseknopf», der auf dem Bildschirm eingeblendet wird. Weil es so fast nicht möglich ist, das Handy ruhig zu halten, kann bei den meisten Geräten auch mit den Lautstärketasten «abgedrückt» werden. So bleibt die Stabilität gewährleistet.

Apps kennen

Instagram und WhatsApp sind beliebte Kamera-Apps – zu unrecht. Die Qualität leidet, wenn diese und andere Apps zum Fotografieren genutzt werden. In jedem Fall sind die Standard-Kamera-Apps von iPhones und Android-Geräten besser. Noch mehr Möglichkeiten bieten zum Beispiel die Apps «Halide Mark II  – Pro-Kamera» für iPhones oder «Camera MX» für Android-Geräte.

Blitz ignorieren

Bei 99 von 100 Fotos macht der Blitz Handy-Fotos nicht besser, sondern schlechter. Er ist nicht stark genug, um weit entfernte Objekte richtig zu beleuchten oder schwache Lichtverhältnisse aufzuhellen. Auch bei Porträtaufnahmen schadet er in der Regel, da die Gesichter nicht richtig aufgehellt werden. Schalten Sie deshalb den Blitz standardmässig immer aus.

Raster aktivieren

Meistens wird das Hauptmotiv intuitiv in der Bildmitte platziert, was Fotos oft langweilig und uninteressant macht. Um Spannung und Dynamik zu erzeugen, kann die sogenannte «Drittelregel» angewandt werden. Dazu können Sie in den Kamera-Einstellungen ein Raster einblenden und das Objekt an den Schnittpunkten platzieren. Darüber unterstützen Sie die Hilfslinien wie eine Wasserwaage dabei, das Handy gerade am Horizont auszurichten.

Fokus wählen

Die meisten Smartphone-Kameras fokussieren automatisch in der Bildmitte, das bedeutet, dass das Bild dort am schärfsten ist. Um das zu vermeiden, können Sie mit einem Fingertipp auf die gewünschte Stelle den Fokus ändern und manuell setzen. Wird das Handy bewegt, setzt es den Fokus allerdings automatisch wieder in die Bildmitte. Um das zu verhindern, tippen und halten Sie den Finger aufs Display, bis der Hinweis «AE/AF-Sperre» erscheint. Jetzt ist der Autofokus gesperrt, bis Sie erneut auf den Bildschirm tippen.

Grenzen kennen

Obwohl Smartphone-Kameras immer besser werden, haben sie ihre Nachteile gegenüber herkömmlichen Digitalkameras. Die grösste Schwäche ist die Zoom-Funktion. Moderne Handys verfügen zwar über mehrere Kameras und damit über einen echten «optischen» Zoom. Wer von den Standardvorgaben abweicht und mit den Fingern heran- oder wegzoomt, nutzt den «digitalen» Zoom, der nur simuliert beziehungsweise von der Software berechnet wird. Auf letzteren sollten Sie deshalb verzichten, da dieser die Fotoqualität spürbar mindert. 

Serien schiessen

Der schnellste Weg zum besten Foto ist häufig jener, das beste aus 200 Aufnahmen auszuwählen. Dabei unterstützt der sogenannte «Burst mode»: Längeres Drücken des Auslösers schiesst rund zehn Fotos pro Sekunde und lässt Fotografinnen und Fotografen anschliessend jenes mit dem schönsten Lächeln, der perfekten Szene oder dem schönsten Licht auswählen und die anderen einfach wieder löschen. Bei iPhones muss die Option «Lauter für Serie verwenden»zuerst unter Einstellungen/Kamera aktiviert werden, um auf der Lautstärketaste Serienaufnahmen machen zu können.

Die beste Handykamera

Smartphone-Kameras mit mehr Megapixeln schiessen nicht automatisch bessere Fotos. Viel wichtiger ist das optimale Zusammenspiel von Hard- und Software, also von Kamera und App. Von Vorteil ist es, wenn das Handy mehrere Kameras hat. Die besten Handykameras sind im Moment in aktuellen Geräten von Apple, Huawei, Samsung und Xiaomi.

Bei Melectronics finden Hobby-Fotografen eine breite Auswahl an Smartphones

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