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Riesig und essbar

Er macht Kürbisse zu Monstern - wie macht er das?

Der Thurgauer Jürg Wiesli weiss, wie man Champions heranzieht. Mehrmals war er Schweizermeister im Riesenkürbiszüchten. Jetzt lüftet er sein Erfolgsrezept.  

Text Dario Aeberli
Fotos Stephan Bösch
Datum
199739

Jürg Wiesli diesjähriger Riesenkürbis wiegt um die 250 Kilogramm und das, obwohl es ein schlechter Sommer für die Kürbisse war.

Kerne so gross wie Einfränkler

«Eigentlich wollte ich dieses Jahr nicht an der Riesenkürbis-Schweizermeisterschaft teilnehmen. Ich mache das nun schon 15 Jahre am Stück und ich habe alle Preise in der Schweiz gewonnen, die man gewinnen kann. Mein Rekord war ein 615.5 Kilogramm schwerer Kürbis. Die sind sehr pflegeintensiv. Ich züchte die Kürbisse darum gleich selber. 

Man kann sie nicht einfach alleine lassen und in die Ferien fahren. Im Mai hat mich das Fieber trotzdem wieder gepackt. Zwei Riesenkürbiskerne habe ich in meinem Garten angepflanzt, beide waren etwa so gross wie ein Einfränkler. Das Erbgut der Samen ist absolut entscheidend, um möglichst grosse Kürbisse aufzuziehen. Dann brauchen sie viel Platz, Kompost, etwas Dünger aber nicht zu viel und – die Geheimrezeptur: Mykorrhiza-Pilze. Sie gehen mit dem Gemüse eine Symbiose ein und helfen der Pflanze zu besserem Wachstum.

Der regnerische Sommer hat meinen Kürbissen trotzdem zugesetzt. Der eine ist verfault. Den anderen konnte ich in einem Gewächshaus mit drei Ventilatoren trocken halten und retten. Er wiegt aktuell immerhin etwa 250 Kilogramm. Mitte Oktober schneide ich ihn in Zwei-Kilo-Stückchen, die jeder hier in Dozwil TG gratis mitnehmen darf. Das Fruchtfleisch wird sehr feinfaserig und lachsrosa. Meine erwachsenen Kinder sagen noch heute, die Suppe mit unseren Riesenkürbissen ist die beste.»

Riesenkürbis, Riesenhunger

Unsere liebsten Rezepte

Kürbisse sind echte Tausendsassas. Sie schmecken auf der Pizza, im Salat, als süsser Pie und in zig anderen Varianten. Unsere liebsten Rezepte findest du hier

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