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Mimik und Körpersprache

Was will mir der Hund sagen?

Der Schweizer Hundetrainer und Sachbuchautor Roman Huber hat fürs Migros-Magazin analysiert, was die abgebildeten Hunde mit ihre Körpersprache uns sagen wollen.

Text Dario Aeberli
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Hunde kommunizieren mit ihrer Haltung und ihrer Mimik – um sie zu verstehen, muss man zuerst ihre Körpersprache zu deuten lernen. (Bild: Getty Images)

Mit seinem Ausdruck und seinem Verhalten zeigt der Hund seinen «Gemütszustand». Das dient sowohl zur Kommunikation mit Artgenossen als auch mit Menschen und anderen Tieren. Menschen müssen die Sprache der Hunde jedoch erst lernen. Gibt der Hund nur ein Signal von sich, lässt die menschliche Beurteilung viel Interpretationsspielraum zu, insbesondere wenn man die genauen Umstände nicht kennt. Bei  zwei, drei Signalen lässt sich das Ausdrucksverhalten viel klarer einordnen. Das Migros Magazin hat den bekannten Hundetrainer Roman Huber aus Baden Hundebilder vorgelegt und ihn gebeten zu erklären, was die Hunde mit ihren Posten den Besitzern sagen wollen. 

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(Bild: Getty Images)

Der junge Australian Shepherd zeigt eine freudige Erwartungshaltung. Erhobener Kopf, nach hinten gezogene Mundwinkel, die auf ein Lachen hindeuten. Ebenso die lockere, offene Schnauze (Hundekenner reden von Fang), die Ohren sind auf Empfang gestellt. Zusammen mit der engen Stellung der vorderen Pfoten, die für Ungeduld spricht, lässt darauf schliessen, dass sogleich etwas Freudvolles passieren wird. 

Hier strahlt jeder Hund

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(Bild: Getty Images)

Dieser Shetland Shepherd sitzt, Ohren anliegend unten, Augen geschlossen, Schnauze offen, Zunge hinten: Das zeigt, dass es eher kein Gähnen ist. Er scheint vielmehr zu jaulen oder zu bellen, was auf eine Frustration, aber ebenso auf eine Erwartungshaltung hindeutet.

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(Bild: Getty Images)

Dieser sehr junger Jack-Russell-Terrier hat etwas Spannendes beobachtet. Er zeigt aufgrund seines Blickes und der schrägen Kopfhaltung eine erhöhte Aufmerksamkeit, hohes Interesse, auch Neugierde auf das, was nun passieren wird.

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(Bild: Getty Images)

Der Hund – hier ein Bernhardiner - hat sich flach hingelegt. Das tun Hunde unter anderem, wenn sie Angst haben, weil sie durch ein bestimmtes Geräusch – etwa Feuerwerk oder Gewitter – erschreckt werden. Blick sowie Stirn deuten hier darauf hin, dass dem Hund das Geräusch nicht ganz geheuer ist. Der Gesamtausdruck des Hundes deutet darauf hin, dass er ein negatives Ereignis befürchtet.

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(Bild: Getty Images)

Dieser sehr junge Dalmatiner zeigt eine Vorderkörpertief-Stellung. Sie wird oft als Spielstellung gedeutet. Hier handelt es sich aufgrund des geschlossenen Schnauze, der geraden Wirbelsäule und der zurückgelegten Ohren eher um Unsicherheit. Es könnte auch eine Abwehrstellung sein mit dem Signal: «Komm mir nicht zu nahe». Diese Haltung zeigen Hunde bei einer Konfrontation mit etwas Unbekannten, beispielsweise einem fremden Tier hinter dem Zaun.

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