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Klimawandel

«Es kann schon in zehn Jahren sehr unangenehm werden»

Trotz des Pariser Abkommens steigen die globalen CO2-Emissionen ungebrochen weiter. ETH-Klimaforscherin Sonia Seneviratne sieht den vergangenen Sommer als Vorgeschmack auf das, was kommen wird. Und sagt, was in der Schweiz und am Klimagipfel in Glasgow passieren müsste.

Text Ralf Kaminski, Monica Müller
Datum
Die überschwemmte Uferpromenade in Alpnachstad OW am 13. Juli 2021. Wegen heftigen Regenfällen ist der Vierwaldstättersee über die Ufer getreten. (Bild: Keystone)

Die überschwemmte Uferpromenade in Alpnachstad OW am 13. Juli 2021. Wegen heftigen Regenfällen ist der Vierwaldstättersee über die Ufer getreten. (Bild: Keystone)

Sonia Seneviratne, die Schweiz hatte einen nassen kühlen Sommer, erlebte Überschwemmungen und Sturmzerstörungen. Ist das schon der Klimawandel?
Die intensiven Starkniederschläge auf jeden Fall. Ebenso wie die Hitzewellen in anderen Sommern. Das zeigt: Der Klimawandel ist keine Bedrohung in der Zukunft, er ist schon hier. Und je wärmer es wird, desto wahrscheinlicher werden Extremereignisse. Schon jetzt beträgt die Erwärmung 1,1 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit, und sie beginnt, sich auch auf unser Leben auszuwirken.

Wie besorgt bist du wegen der Klimaerwärmung?

Aber ist der Zusammenhang zwischen Klima und Wetter wirklich so eindeutig?
Ja, es gibt einige Ereignisse, die ohne den Klimawandel kaum stattgefunden hätten, etwa die Hitzewelle an der amerikanischen Nordwestküste, wo es 49,5 Grad warm wurde. Klar, starke Niederschläge wie diesen Sommer bei uns oder in Deutschland hat es schon früher ab und zu gegeben. Aber heute passieren sie häufiger, intensiver und überall auf der Welt. Diese Zunahme ist eine Folge des Klimawandels.

Wie einfach lassen sich Wetterphänomene und Klima verbinden?
Wetter ist bis zu einem gewissen Grad chaotisch. Aber einerseits sind die Temperaturen in den letzten 100’000 Jahren noch nie so hoch gewesen wie im letzten Jahrzehnt. Andererseits können wir mit Hilfe von Modellen zeigen, welche Wetterereignisse bei welchen CO2-Konzentrationen und Temperaturen zu erwarten wären. So können wir etwa berechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer solch massiven Hitzewelle in Nordamerika wäre, wenn CO2 und Temperatur jener von vor 150 Jahren entsprechen würde: praktisch null.

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Die Klimaforscherin

Sonia Seneviratne (47) ist Klimawissenschaftlerin und Professorin für Land-Klima-Dynamik an der ETH Zürich. Die Tochter einer Schweizer Mutter und eines Vaters aus Sri Lanka lebt in Zürich, ist verheiratet und hat zwei Kinder (7 und 11).

Sommer wie dieses Jahr werden also zur Normalität?
Es dürfte eher noch schlimmer werden. Die CO2-Konzentration nimmt weiter zu und ein Teil davon bleibt Hunderte von Jahren in der Atmosphäre. Etwa 2030 werden wir eine Erwärmung von 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit haben.

Was heisst «schlimmer»?
Das Risiko steigt, dass wir Wetter erleben werden, das wir vorher nie gesehen haben: noch längere und heissere Hitzewellen an noch mehr Orten, noch häufigere Starkregen, mit noch grösseren Mengen an Wasser, noch mehr Dürren. Oder dass miteinander verknüpfte Ereignisse das Katastrophenpotenzial erhöhen.

Zum Beispiel?
Wenn der Meeresspiegel steigt und zusätzlich mehr Stürme und Starkniederschläge passieren, erhöht sich das Risiko massiver Überschwemmungen und Schäden. Und wenn gleichzeitig mehrere wichtige Landwirtschaftszonen von Dürren oder Hochwasser betroffen sind, könnte dies sogar die globale Nahrungssicherheit gefährden.

Wie ernst ist die Lage – auf einer Skala von 1 (kein Problem) bis 10 (höchste Alarmstufe)?
Aus meiner Sicht bei 9. Es ist wichtig, uns klar zu machen, dass wir bereits nicht mehr im sicheren Bereich sind. Ein grosser Teil der Gletscher ist nicht mehr zu retten, das Gleiche gilt für Korallenriffe. Und schon jetzt sterben Leute wegen des Klimawandels – es ist nicht mehr 5 vor 12, es ist bereits 5 nach 12. Wenn wir starke Massnahmen ergreifen, können wir den Temperaturanstieg bei 1,5 oder 1,6 Grad stabilisieren. Aber dazu braucht es bei einer breiten Mehrheit der Bevölkerung die Einsicht, dass die Lage sehr ernst ist.

Umgestürzte Bäume im Zürcher Stadtwald am 13. Juli 2021: Ein heftiges Gewitter mit Sturmböen hat in Teilen der Stadt schwere Verwüstungen hinterlassen. (Bild: Keystone) 

Umgestürzte Bäume im Zürcher Stadtwald am 13. Juli 2021: Ein heftiges Gewitter mit Sturmböen hat in Teilen der Stadt schwere Verwüstungen hinterlassen. (Bild: Keystone) 

Was müsste an der kommenden Klimakonferenz in Glasgow entschieden werden?
Die CO2-Emissionen müssen bis 2030 um mindestens 50 Prozent reduziert werden. Und danach müssen wir so schnell wie möglich auf netto Null kommen. Besser schon bis 2040 als 2050.

Aber diese Ziele hat doch das Pariser Abkommen 2015 schon gesetzt?
Indirekt schon, aber nicht explizit. Es wurde nur eine globale Temperatur-Limite als Ziel gesetzt, nämlich «deutlich unterhalb von 2°C» – mit der Idee, die Temperaturerhöhung auf 1.5°C zu stabilisieren. Nur sehen wir bis heute global keinen Fortschritt bei den CO2-Emissionen – im Gegenteil: Sie sind ungebremst weiter gestiegen. In Glasgow braucht es verbindliche, kontrollierbare Beschlüsse, die von den Ländern mit konkreten Massnahmen umgesetzt werden. Idealerweise mit messbaren Zwischenzielen alle zwei Jahre. Dann kann man das Handeln nicht einfach immer weiter rausschieben. 

Es gab gar keine Fortschritte seit Paris?
Ein paar kleine in wenigen Ländern, vor allem in Europa. Da und dort nimmt der CO2-Ausstoss nicht mehr ganz im gleichen Mass zu, in dem die Wirtschaft wächst. Aber es gab vor allem Ankündigungen, tatsächlich gemacht wurde sehr wenig. Für die Schweiz wäre es übrigens gar nicht so schwierig, die CO2-Emissionen zu halbieren.

Nämlich wie?
Über 30 Prozent stammen vom Verkehr, insbesondere von Benzinfahrzeugen. Ein Elektroantrieb halbiert den CO2-Ausstoss gegenüber einem Standardauto. Der zweite grosse Brocken sind Heizungen mit fossilen Brennstoffen. Da sollte sich die Schweiz die Landsgemeinde in Glarus zum Vorbild nehmen. Sie hat beschlossen, solche Heizungen zu verbieten und durch Systeme mit erneuerbaren Energien ersetzen. Wenn wir in diesen beiden Bereichen rasch und konsequent handeln, ist die Halbierung bis 2030 zu schaffen.

Zerstörtes Maisfeld in Rechenburg SZ am 25. Juli 2021: Nach einem Hagelunwetter sieht es mitten im Sommer aus wie im Winter. (Bild: Keystone)

Zerstörtes Maisfeld in Rechenburg SZ am 25. Juli 2021: Nach einem Hagelunwetter sieht es mitten im Sommer aus wie im Winter. (Bild: Keystone)

Was würden Sie ausserdem tun?
Wir müssen mehr Elektrizität aus erneuerbaren Energien erzeugen. Wir brauchen mehr Solaranlagen, vor allem auch in den Bergen, wo es im Winter relativ viel Sonnenstrahlung gibt. Auch Windenergie sollten wir vermehrt nutzen. Zudem müssen wir neue Technologien entwickeln, die CO2 aus der Atmosphäre filtern oder sinnvoll speichern, damit es gar nicht erst in die Atmosphäre gelangt – etwa bei Kehrichtverbrennungsanlagen. Investieren sollten wir auch in die Entwicklung von synthetischen Treibstoffen. Und wir sollten weniger Fleisch essen, das wäre nicht nur gesünder, sondern würde auch die Methan-Emissionen reduzieren.

Wie fördern wir erneuerbare Energien am besten?
Der grösste Hebel sind die Investitionen. Wären fossile Energien global nicht mehr wirtschaftlich, ginge der Übergang viel schneller. Würden weder die Schweizer Nationalbank noch die Pensionskassen in fossile Energien investieren, könnte rasch ein Umdenken stattfinden. 

Wie problematisch ist es, dass das CO2-Gesetz abgelehnt wurde?
Wir haben dadurch kein offizielles Klimaziel für 2030 im Gesetz, nur Absichtserklärungen. Einerseits war das Timing der Abstimmung nicht optimal, weil die Landwirtschaftsinitiativen im rechtskonservativen Lager stark mobilisierten. Andererseits waren im abgelehnten Gesetz wohl zu viele umstrittene Elemente, welche die Gegner geschickt genutzt haben – mit offensichtlich enormen Geldmitteln. 

Wie sehr haben Sie sich über die Gegenkampagne geärgert? Man muss sich vor allem klar machen, wer dahinter steckt: Reiche Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell bewahren möchten. Und jene ebenfalls reichen Leute, die davon profitieren. Auch sie wissen sicherlich, was auf uns zukommt, aber vermuten wohl, dass sie die Mittel haben, sich vor den schlimmsten Auswirkungen zu schützen. Traurig ist, dass ein Teil der Bevölkerung sich von diesen Leuten einlullen lässt und unsere Fakten nicht bis zu ihnen durchdringen. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung hätte auch finanziell profitiert; viele haben gegen ihre eigenen Interessen gestimmt.

In Zürich werden am 15. Januar 2021 nach heftigen Schneefällen Teile eines Parks abgesperrt: Der schwere Schnee lässt Bäume zur Gefahr werden (Bild: Keystone)

In Zürich werden am 15. Januar 2021 nach heftigen Schneefällen Teile eines Parks abgesperrt: Der schwere Schnee lässt Bäume zur Gefahr werden. Schneefälle im MIttelland werden allerdings im Zuge des Klimawandels eher abnehmen. (Bild: Keystone)

Warum ändern viele ihr Verhalten nicht, obwohl sie wissen, wie schlecht es um das Klima steht?
Es ist schwierig, Gewohnheiten zu ändern, und die meisten Leute sind träge. Niemand hat grosse Lust, seinen Lebensstil fundamental zu überdenken. 

Ist es überhaupt richtig, beim Einzelnen anzusetzen?
Natürlich können Einzelne etwas ausrichten. Aber um wirklich etwas zu ändern, müssen wir auch bei der Industrie und den Banken ansetzen. Deshalb sind Gesetze so wichtig. Corona hat es gut illustriert: Eigenverantwortung bringt uns nur bis zu einem bestimmten Punkt. Irgendwann braucht man auch verbindliche Regeln. Natürlich sind die erst mal unbeliebt, aber langfristig werden sie akzeptiert. Man denke etwa an die Einführung der Gurtenpflicht beim Autofahren oder die Rauchverbote in Restaurants.

Es braucht also Verbote, nicht nur Anreize?
Ja. Im Grunde müsste es verboten sein, CO2 auszustossen. Letztlich ist das nicht weniger tödlich als das Rauchen oder das Autofahren ohne Sicherheitsgurt. 

Aber selbst wenn alle in der Schweiz sich einschränken, wäre die Wirkung global ein Tropfen auf den heissen Stein. Müssten nicht die grossen Staaten vorangehen?
Ein Durchschnitts-Chinese verursacht weniger CO2 als ein Durchschnitts-Schweizer. Warum sollte er etwas tun, wenn der Schweizer nichts tut? Jeder wird immer Argumente finden, um zu rechtfertigen, weshalb nicht er in der Pflicht ist, sondern andere. Deshalb gibt es nur eins: Alle müssen etwas unternehmen. Man sollte es schlicht moralisch betrachten: Was ist richtig und was ist falsch? Und dann das Richtige tun. Dies hat durchaus auch wirtschaftliche Vorteile. Die Leute, die rechtzeitig in neue Technologien einsteigen, sind ziemlich sicher die Gewinner von morgen.

Bei St. Martin SG im Calfeisental wurden am 16. August 2021 Autos von einer Schlammlawine verschüttet. Diese wurden von anhaltenden Regenfällen ausgelöst. (Bild: Keystone) 

Bei St. Martin SG im Calfeisental wurden am 16. August 2021 Autos von einer Schlammlawine verschüttet. Diese wurden von anhaltenden Regenfällen ausgelöst. (Bild: Keystone) 

Wird dieser Sommer helfen, dass nun wirklich was passiert?
Ich hoffe es. Weniger Reisen und Konsumieren bedeutet nicht automatisch weniger Lebensqualität! Wir hätten weniger Extremwetter, weniger Tote, sauberere Luft, bessere Gesundheit – und die Prävention beim Klima wäre am Ende auch kostengünstiger als nachträglich die Schäden zu bezahlen.

Die Klimawandel-Leugner scheinen etwas stiller als auch schon…
Ja. Selbst die Leute, die sich noch immer dagegen stemmen, dass wir handeln, streiten den Klimawandel meist nicht mehr grundsätzlich ab – dafür gab es wohl einfach zu viele Extremereignisse. Sie sind jetzt in Phase zwei oder drei angekommen. Phase 1: Es gibt keine Veränderung. Phase 2: Es gibt eine Veränderung, aber sie ist kein Problem. Phase 3: Ja, vielleicht sollten wir was tun, aber die vorgeschlagenen Massnahmen sind schlimmer als die Auswirkungen des Klimawandels. Phase 4: Ach, es ist eh schon zu spät, wir können ohnehin nichts mehr ausrichten. Die einzige richtige Antwort jedoch ist Handeln.

Wie erleben Sie die Klimajugend oder Gruppen wie Extinction Rebellion. Ist das hilfreich, was die machen, oder zu radikal?
Schon sehr hilfreich. Sie tun, was sie können, mit ihren Mitteln. Und es ist richtig, dass die Jungen das Wort ergreifen, das Problem betrifft sie schliesslich am meisten. Für mich gibt es eine Grenze: Alles muss gewaltfrei sein. Bisher ist dies der Fall.

Viele haben die Hoffnung verloren, dass sich der Klimawandel noch aufhalten lässt und argumentieren, wir sollten uns lieber auf die Anpassung konzentrieren. Wie sehen Sie das?
An die aktuellen Extremereignisse können wir uns vielleicht noch ein Stück weit anpassen. Aber wenn wir nicht gleichzeitig an einer drastischen Reduktion von CO2 arbeiten, haben wir schnell noch extremere Ereignisse – zu schnell für ausreichende Anpassungen. Es führt kein Weg daran vorbei, netto-null CO2 Emissionen so rasch wie möglich zu erreichen.

Dennoch müssen wir uns auf eine wärmere Welt vorbereiten. Wie machen wir das?
Wir brauchen bessere Vorwarnsysteme für Extremereignisse – und bessere Prävention. Bei der grossen Hitzewelle 2003 in Europa sind viele gestorben, bei der nächsten 2006 waren es deutlich weniger. Aber es gibt Grenzen: Wenn es regelmässig länger 50 Grad warm ist, wird es schwierig.

Auch die Schweizer Gletscher schmelzen wegen der Klimaerwärmung unaufhaltsam. Diese Plane wurde im Sommer 2021 über den Rhonegletscher VS gelegt, um ihn zu schützen. (Bild: Keystone)

Auch die Schweizer Gletscher schmelzen wegen der Klimaerwärmung unaufhaltsam. Diese Plane wurde im Sommer 2021 über den Rhonegletscher VS gelegt, um ihn zu schützen. (Bild: Keystone)

Sind bald auch bei uns Klimaanlagen Standard?
Derzeit führt das nur zu noch mehr CO2. Es gibt bessere Lösungen, auch in den Städten, etwa mehr Bäume, mehr Schatten, stärker bepflanzte Gebäude.

Wie bereiten wir uns auf eine Schweiz vor, die zwei bis drei Grad wärmer ist?
Es ist naiv zu glauben, dass dies möglich ist. Nicht nur werden dann einige Tiere und Pflanzen aussterben, die Wahrscheinlichkeit ist dann höher, dass wir einen Kipppunkt im Klimasystem erreichen – also eine drastische Veränderung mit enormen Folgen, die sich nicht so schnell rückgängig machen lassen.

Was könnte denn kippen?
Ein Beispiel: Der Regenwald im Amazonasgebiet bindet heute enorm viel CO2. Doch dieses Ökosystem ist in ernster Gefahr, wegen Abholzung, Bränden und Trockenheit. Wenn das kippt, hätten wir plötzlich viel mehr CO2 in der Atmosphäre, was zu weiteren Temperatursteigerungen führen würde – und zu weiteren Kipppunkten. Etwa eine Veränderung der thermischen Zirkulation der Ozeane oder dem Abschmelzen der Antarktis. Das sind Szenarien, die relativ unwahrscheinlich sind, aber die Risiken sind da, und sie steigen mit zunehmender globaler Erwärmung.

Von welchem Zeithorizont sprechen wir? Leute um die 50 denken sich vielleicht, dass es sie das nicht mehr erleben. 
Das kann man nicht mit Sicherheit sagen. Es kann schon in zehn Jahren sehr unangenehm werden. Wenn wir das Klimasystem aus dem Gleichgewicht bringen, passieren einige Änderungen vielleicht deutlich schneller als unsere Modellrechnungen dies vermuten lassen.

Der Sihlsee bei Euthal SZ am 16. April 2020: Wegen der langen Trockenheit fehlt es an Wasser.  (Bild: Keystone)

Der Sihlsee bei Euthal SZ am 16. April 2020: Wegen der langen Trockenheit fehlt es an Wasser.  (Bild: Keystone)

Sie haben zwei Kinder. Wie sehr sorgen Sie sich um deren Zukunft?
Ich mache mir schon Sorgen. Aber sie selbst äussern bisher noch keine konkreten Ängste. Trotzdem sprechen wir darüber, und es ist auch in der Schule oft ein Thema. 

Wie schwer fällt es Ihnen selbst, die Dinge zu tun, zu denen Sie raten?
Ich versuche wirklich, meine Emissionen einzudämmen. Wir haben kein Auto mehr, und ich bin seit der Pandemie nicht mehr geflogen. Ich plane auch nicht, dass bald wieder zu tun; wenn immer möglich fahre ich Zug. Am meisten kann ich aber vermutlich bewirken, in dem ich über dieses Thema spreche und versuche, damit möglichst viele Menschen zu erreichen. 

Gibt es etwas, dass Sie trotz allem hoffnungsvoll stimmt?
Ich bin gespalten. Einerseits wird die Klimakrise stärker wahrgenommen, was erfreulich ist. Andererseits sehe ich noch keinen Fortschritt beim Handeln, was mich eher pessimistisch stimmt. 

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