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Zeit zum Wechseln

Krankenkassenwechsel – so wird es günstiger für dich

Wer bis zu 2500 Franken pro Jahr sparen will, sollte sich sputen. Am 30. November läuft die Kündigungsfrist für einen Krankenkassenwechsel ab. Es gibt aber noch weitere Sparmöglichkeiten.

Text Dario Aeberli
Medical Insurance, Piggy Bank, Stethoscope, Coin Bank, Expense

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Wieso sollte ich die Krankenkasse wechseln?

Die Krankenkassen müssen ihren Kunden bis Ende Oktober mitteilen, wie hoch die Krankenkassenprämien im nächsten Jahr sein werden. Wer jetzt von der teuersten zur günstigsten Grundversicherung wechselt, kann 2022 bis zu 2500 Franken sparen. Doch nur knapp zehn Prozent der Bevölkerung tut das auch.

Muss ich dafür einen Tag Büroarbeit investieren?

Krankenkassenwechsel - was wirst du tun?

Nein. Das Bundesamt für Gesundheit und mehrere private Unternehmen bieten gratis Vergleichsdienste im Internet an. Wohnort, Jahrgang, gewünschte Franchise sowie aktuelle Krankenkasse einfügen, und schon sieht man, welche Grundversicherungen günstiger sind als die aktuelle. Mit wenigen Klicks können Offerten bei den Krankenkassen angefragt und ein standardisiertes Kündigungsschreiben ausgedruckt werden. Der ganze Prozess dauert keine 20 Minuten.

Wie lange bleibt mir noch, um die Krankenkasse zu wechseln?

Bis spätestens zum 30. November muss die aktuelle Krankenkasse das Kündigungsschreiben erhalten haben. Die alte Krankenkasse muss danach bis spätestens 30. Dezember eine Bestätigung des neuen Anbieters erhalten.

Ich will meine Krankenkasse nicht wechseln, aber trotzdem Geld bei den Prämien sparen. Was kann ich tun?

Da gibt es fünf Möglichkeiten:

  1. Franchise erhöhen.
    Die Franchise ist der Betrag, den man als versicherte Person bereit ist, selbst zu bezahlen. Bei jährlichen Kosten über 2000 Franken lohnt sich die Mindestfranchise von 300 Franken. Geht man davon aus, dass im kommenden Jahr weniger als 2000 Franken Kosten für Behandlungen anstehen, lohnt sich die Höchstfranchise von 2500 Franken.
  2. Wechsel des Versicherungsmodells.
    Bei einem Wechsel zwischen den verschiedenen Modellen HMO (ich darf nur zu bestimmten Gruppenpraxen), Telmed (ich muss vorab anrufen, ob ich mich behandeln lassen darf), Hausarzt (ich darf nur zum vorgegebenen Hausarzt) oder einer Kombination davon können bis zu 25 Prozent Prämien gespart werden.
  3. Die Versicherung während des Militärdienstes sistieren.
    Damit können bis zu 3000 Franken gespart werden.
  4. Unfallversicherung kündigen.
    Wer mindestens acht Stunden pro Woche für denselben Arbeitgeber tätig ist, wird von diesem gegen Unfälle versichert und braucht keine private Unfallversicherung.
  5. Jahres- statt Monatsprämie bezahlen.
    Wer die Prämien im Voraus für ein ganzes Jahr auf einmal bezahlen kann, erhält einen Rabatt zwischen 0,25 bis 2 Prozent.

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