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Feiertage für Hund und Katze

Oh, du gefährliche Weihnachtszeit

Der Christbaum steht in der Stube, die Kerzen brennen, aus der Küche duftet es nach Festtagsessen: Für viele Menschen sind die Weihnachtstage die schönste Zeit des Jahres. Für Haustiere können sie mitunter sehr gefährlich werden.

Text Simon Koechlin
Baum, Beleuchtung, Schmuck: Für Haustiere sind Weihnachten nicht ungefährlich. (Bild: Getty Images)

Baum, Beleuchtung, Schmuck: Für Haustiere sind Weihnachten nicht ungefährlich. (Bild: Getty Images)

Der Weihnachtsbaum

Für viele Katzen und Hundewelpen ist der Christbaum eine spannende Neuigkeit in der Stube. Sie wollen an ihm schnuppern, an einem Zweig nagen – und das eine oder andere Büsi kommt vielleicht auf die Idee, daran hochzuklettern. Das kann gefährlich werden. Deshalb gilt es, den Baum so zu befestigen, dass er nicht umfallen kann. Aufgepasst auch mit dem Baumständer: Im abgestandenen ­Wasser sammeln sich ätherische Öle aus dem Baum an. Tiere, die davon trinken, können Durchfall bekommen.

Die Beleuchtung

Wie verhält sich dein Haustier zur Deko?

Kerzen oder eine Lichterkette gehören auf jeden Weihnachtsbaum. Haustieren können sie ­jedoch zum Verhängnis werden – und nicht nur ihnen: Es reicht schon eine leichte Berührung beim Spielen, damit eine Kerze ein Feuer entfacht. Elektrische Lichterketten sind diesbezüglich ­un­bedenklich. Allerdings besteht die ­Gefahr, dass ein Tier das Kabel durchbeisst und ­einen Stromschlag bekommt.

Die Geschenke

Auch was unter dem Baum liegt, kann für Hunde und Katzen zur ­Gefahr werden. Lange Bändel und ­raschelndes Geschenkpapier sind eine Ver­lockung für spielfreudige Haustiere. Die Bändel können sie leicht verschlucken – oder sich gar damit strangulieren. Die scharfen Ränder des Papiers sind zudem eine Verletzungsgefahr für Pfoten und Zunge. Wer mit Kindern feiert, die ihre Geschenke mit Wonne aufreissen, sollte zudem keine ­kleinen Papierstücke herumliegen lassen. Nur allzu schnell landen sie in einem Hundemagen.

Der Schmuck

Christbaumkugeln, Lametta und Engelshaar verleihen dem Baum das gewisse Etwas. Doch auch sie bergen Gefahren für Haustiere. Verwechselt ein Hund eine Kugel mit einem Spielzeug und nimmt sie ins Maul, zersplittert sie leicht. Verschluckt eine Katze Lametta, riskiert sie einen Darmverschluss. Das gilt auch für ­Engelshaar. Zudem enthalten diese dünnen, goldenen Schmuckfäden teilweise Glaswolle, die die Magenwände beschädigt, wenn sie verschluckt wird.

Das Festessen

Was wären die Festtage ohne fürstliche Mahlzeiten? Seinen Haustieren darf man durchaus ebenfalls ein paar Feiertagsleckerli gönnen. Allerdings solche aus der Tiernahrungsabteilung, nicht vom Tisch. Die ­meisten unserer Gerichte sind für Hunde- oder Katzengaumen zu stark gewürzt. Fischgräten oder ­zersplitterte Geflügelknochen können die inneren ­Organe der Tiere verletzen. Und Schokolade ist für Hunde und Katzen sogar hochgiftig (auch diejenige, die am Christbaum hängt!). Schon in kleinen Mengen ver­ursacht Schoko­lade Krämpfe und Erbrechen.

Für tierisch gute Weihnachten

Die Deko-Pflanzen

In vielen Haushalten dürfen über die Festtage neben dem Weihnachtsbaum auch Pflanzen wie Weihnachtsstern, Christrosen oder Stechpalmenzweige nicht fehlen. Man sollte sie aber ausser Reichweite von Hunden oder Katzen platzieren. Sie enthalten Giftstoffe. Zudem sind sie manchmal mit Sprühschnee oder Glitzerspray verziert, die zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen können, wenn ein Tier sie ableckt.

Das Feuerwerk

Würdest du den Tieren zuliebe aufs Feuerwerk verzichten?

Für viele Tiere endet das Jahr mit einer Horrornacht. Knallkörper und Raketen versetzen manch ­einen Hund und eine Katze in Panik. Ein Patentrezept ­dagegen gibt es nicht. Ängstliche Tiere sollten an Silvester aber auf jeden Fall einen sicheren, dunklen Rückzugsort haben, der möglichst lärmgeschützt ist. Manche Tiere lassen sich durch Musik von der Knallerei ablenken. Und in schweren Fällen kann man mit dem Tierarzt besprechen, ob ein Beruhigungsmittel hilft.

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