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Schon verkeimt? 

5 Handtuchfehler zum Abgewöhnen 

Manche mögen es flauschig, andere eher robust – was niemand mag: eine Keimfalle. Wie dein Handtuch nicht zur Gefahr für die Gesundheit wird, verraten wir hier.  

Text Bettina Bendiner
Fotos Getty Images
Eine bunte Parade – oder die grösste Keimfalle aller Zeiten. Frottierwäsche hat ihre Tücken. 

Eine bunte Parade – oder die grösste Keimfalle aller Zeiten. Frottierwäsche hat ihre Tücken. 

Du wechselst einmal die Woche dein Badetuch? Und teilst das Tuch zum Händetrocknen mit der ganzen Familie, dem Partner, der Partnerin oder Gästen? Die gute Nachricht: Du bist nicht allein. Die meisten Menschen beantworten in Umfragen beide Fragen mit ja. Die schlechte Nachricht? Beides ist keine besonders gute Idee. Voilà – die Hitparade der grössten Handtuchfehler aller Zeiten.  

1. Handtuchlügen und andere «Verkeimungen» 

Das Badetuch riecht tipptopp? Das Handtuch sieht sauber aus? Man darf ihm dennoch nicht vertrauen. Denn: Was frisch wirkt, ist potenziell längst lebendig. Es sind Bakterien, Schuppen, Anal-, Speichel- und Harnsekret oder Pilzsporen, die uns den Appetit verderben. Dieses lustige Trüppchen gedeiht unter feucht-warmen Bedingungen ganz besonders prächtig. Ihr Trick? Man sieht sie nur unter dem Mikroskop. Deshalb diesen Expertenrat gerne durchaus ernst nehmen: Das gleiche Handtuch bitte maximal dreimal benutzen und zwischen den Dusch- oder Badegängen immer vollständig trocknen lassen. Diese Faustregel gilt immer. Spätestens, wenn es müffelt, ist der Keimzug eigentlich schon abgefahren. Drum besser häufiger wechseln, aber mindestens alle drei Tage.  

2. Die neue «T-Zone» 

Wie oft wechselst du die Tücher im Bad?

Es ist so schnell passiert: Husch die Hände am Duschtuch trocknen? Kein Problem. Ha! Jede Körperzone verdient ein eigenes Tuch, wenn wir Experten glauben wollen. Besonders dringlich scheint die Lage beim klassischen Handtrockentuch zu sein. Eine Studie der University of Arizona konnte auf 90 Prozent der untersuchten Handtücher Fäkalbakterien nachweisen. Wir müssen ehrlich sein – will niemand im Gesicht. Schon gar nicht von Fremden. Deshalb besser vor dem Besuch noch husch ein frisches Tüchlein ins Bad hängen. Und mit sich selbst etwas grosszügiger bei der Handtuchvergabe sein.

3. Heiss, heiss Baby 

Sagen wirs so: 30 oder 40 Grad für ein gut benutztes Handtuch ist zu kalt. Die Keime (siehe Punkt 1) könnten das überleben. Erst 60 Grad können sie bodigen. Wer die Kaltwäsche der Umwelt zuliebe zum Schluss noch mit benutzten Handtüchern auffüllt, ist mit den folgenden Tipps zum nachhaltigen Waschen vielleicht besser beraten.  

So geht nachhaltiges Waschen

Vier Tipps, um in der Waschküche nachhaltiger zu sein, gibt es hier.

4. Handtuchegoisten tun sich Gutes 

Es passiert in den besten Familien – man verliert den Überblick und teilt sich schon mal ein Handtuch. Ist das eine gute Idee? Die Antwort ist so klar wie Morgentau: Nein! Die eigenen Keime kann der Körper laut Mikrobiologen besser handeln. Wüten erst einmal die Fremdmikroben von der Partnerin, dem Partner oder gleich der ganzen WG, dann kann das besonders unangenehme Folgen haben. Im schlimmsten Fall antwortet der Körper mit Furunkeln, Infektionen oder Pickeln auf die ungebeten Zusatzgäste. Drum: Beim Körpertrockentuch dürfen wir hochoffiziell richtig egoistisch sein. Zur Not hilft ein Farbcode bei der Frottierwäsche.  

5. Trocknen ist nicht gleich trocknen 

Hier gilt: Gut gemeint, ist halb verloren. Wer sich mit behelfsmässig montierten Handtuchhaken auf der sicheren Seite wähnt, hat erst die Hälfte der Hausaufgaben gemacht. Wirft das Handtuch beim Trocknen Falten, kriegen unsere Freunde aus Punkt 1 (Keime, Keime, Keime) eine Extra-Brutstätte. Nur ein möglichst glatt aufgehängtes Handtuch kann richtig austrocknen. Nebenbei noch dieser Hinweis: Feuchte Handtücher bitte kein zweites Mal benutzen. Nur vollständig trockene Textilien dürfen an den Körper.  

Für jede Körperzone etwas dabei

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