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Pensionierung

Wie lege ich mein Vorsorgegeld an?

Wie soll man Gelder aus der Pensionkasse und anderen Vorsorgequellen anlegen? Eine Expertin sagt, wie es geht.

Text Angie Schweizer*
Wer seine Gelder gut anlegt, kann den Lebensabend in Ruhe geniessen. (Bilder: Getty Images)

Wer seine Gelder gut anlegt, kann den Lebensabend in Ruhe geniessen. (Bilder: Getty Images)

Frage: Ich werde bald pensioniert und beziehe einen kleineren Teil des Vorsorgekapitals in bar. Wie lege ich dieses Geld am besten an?

Antwort: Ich gehe davon aus, dass Sie die Aufteilung in Rente und Kapital so gewählt haben, dass Sie mit der Rente Ausgaben des täglichen Bedarfs decken können. Dies empfiehlt sich, weil dieses Geld bis zum Lebensende gesichert ist. Das Anlagerisiko bleibt ja bei der Pensionskasse.

Jetzt zum Kapital: Neben der Barauszahlung haben Sie eventuell noch Gelder aus Freizügigkeitskonten, -policen und der Säule 3a zur Verfügung. Wie bei allen Anlagen ist es ratsam, diese Mittel breit zu streuen und Risiken zu minimieren. Dies ist besonders im aktuellen Umfeld wichtig, da sich die Märkte volatil entwickeln. Dafür sind etwa Strategiefonds geeignet, die Aktien, festverzinsliche Anlagen wie Staats- oder Firmenanleihen und flüssige Mittel beinhalten.

So bessern Sie die Rente auf

Um AHV und PK-Rente aufzubessern und ein Zusatzeinkommen zu generieren, nutzt man sogenannte Fondsbezugspläne, aus denen regelmässig Anteile verkauft werden, die Ihnen als eine flexible Zusatzrente dienen. Die Höhe der Bezüge legen Sie selbst fest, Sie müssen auch nicht unbedingt Gelder beziehen, und es gibt keine fixen Laufzeiten. Im Detail empfehlen wir, die Gelder in drei Töpfe aufzuteilen:

Diese drei Töpfe sollten Sie haben

  1. Teil: ein Verbrauchstopf, den Sie in den ersten zehn Jahren nach der Pensionierung aufbrauchen. Er dient zur Ergänzung Ihrer Rente. Wegen des kurzfristigen Anlagehorizonts sollten Sie dafür bei den Anlagen auf Sicherheit setzen, mit weniger als 25 Prozent Aktienanteil.
  2. Teil: ein Wachstumstopf für später. Die Idee dahinter beruht darauf, das Geld die ersten Jahre auf dem Konto zu lassen und etwa ab 75 Jahren zum Verbrauch zu verwenden. Der längere Anlagehorizont ermöglicht einen höheren Aktienanteil – ca. 65 Prozent.
  3. Teil: das Geld, das sie weder für den kurz- noch den mittelfristigen Verbrauch benötigen, können Sie bis auf einen Grundstock für Notfälle in einem Fondssparplan anlegen oder für Hobbys verwenden.

Tipp: Um eine auf Sie zugeschnittene Lösung zu erhalten, setzen Sie sich mit Ihrer Kundenberaterin oder Ihrem Kundenberater zusammen.

Angela Schweizer ist Kundenberaterin bei der Migros Bank und Expertin für Anlage-Themen.

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