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Keimschleuder

Warum du deine Zahnbürste häufiger wechseln solltest

Du ersetzt deine Zahnbürste erst, wenn alle Borsten flachgedrückt sind? Das solltest du noch einmal überdenken.

Text Jeanette Kuster
Wenn deine Zahnbürste so aussieht, hast du den richtigen Wechselzeitpunkt wohl verpasst. (Bild: Getty Images)

Wenn deine Zahnbürste so aussieht, hast du den richtigen Wechselzeitpunkt wohl verpasst. (Bild: Getty Images)

Wann muss ich die Zahnbürste auswechseln?

Laut Experten solltest du deine Zahnbürste nach drei Monaten ersetzen. Ganz egal, wie neu sie dann immer noch aussieht. Bakterien vermehren sich nämlich gerne in feuchter Umgebung – und feucht wird deine Zahnbürste hoffentlich mehrmals am Tag.

Was, wenn schon nach zwei Wochen alle Borsten abstehen?

Stehen die Borsten seitlich ab, ist es allerhöchste Zeit, die Zahnbürste zu entsorgen. So verbogen entfernen sie nämlich den Zahnbelag nicht mehr richtig. Sieht deine Zahnbürste jeweils schon nach wenigen Tagen so aus, ist das ein Hinweis darauf, dass du beim Putzen zu viel Druck ausübst.

Gilt die Drei-Monats-Regel sonst immer?

Warst du gerade erkältet oder krank, solltest du die Zahnbürste sofort entsorgen. Denn das Risiko ist hoch, dass sich die Erreger zwischen den Borsten eingenistet haben. Aus demselben Grund sollten sich übrigens die Zahnbürstenköpfe verschiedener WG-Bewohner beim Trocknen nicht berühren, sonst wandern mögliche Erreger von einer Bürste zur anderen.

Zeit für ein neues Zahnbürsteli?

Wie bewahre ich die Zahnbürste richtig auf?

Wie bewahrst du dein Zahnbürsteli auf?

Damit die Borsten schneller trocknen, solltest du die Zahnbürste immer stehend, mit dem Bürstenkopf gegen oben, aufbewahren. Natürlich erst, nachdem du sie gut abgespült hast. Auf Reisen empfiehlt sich ein Behälter, der die Zahnbürste oder zumindest den Bürstenkopf vor Schmutz schützt. Im Alltag sind diese Aufbewahrungsboxen aber kontraproduktiv, da sie ein feuchtes Milieu begünstigen.

Wie viele Keime finden sich denn tatsächlich auf einer Zahnbürste?

Der deutsche Mikrobiologe Professor Dirk Bockmühl hat genau das untersucht: Durchschnittlich tummelt sich rund eine Million Keime auf einer Zahnbürste. Darunter sind auch Fäkalbakterien. Der Grund: Jedes Mal, wenn du die Toilette spülst, verteilen sich winzig kleine Fäkalkeime im ganzen Badezimmer und landen dabei auch auf dem Zahnbürstenkopf.

Macht das Material in Sachen Hygiene einen Unterschied?

Zahnärzte empfehlen, auf Borsten aus Nylon oder Rizinusöl zu setzen. Tierhaar, wie es für manche Bio-Zahnbürsten verwendet wird, sei immer leicht porös und begünstige deshalb die Keimbildung. Zahnbürsten aus Bambus und Holz sind ebenfalls etwas heikler als Modelle aus Kunststoff. Sie trocknen langsamer, und die Borsten sind nicht im Bürstenkopf verschweisst, weshalb sich schneller Schimmel bilden kann.

Übrigens: Ob Kunststoff- oder Holzzahnbürste, am nachhaltigsten sind laut einer britischen Studie stets diejenigen Modelle, bei denen bloss der Kopf alle drei Monate ausgewechselt werden muss.

Wie die Zähne richtig putzen?

Wie oft am Tag sollte man die Zähne reinigen? Wie bekommst du die Zwischenräume sauber? Was ist besser: eine herkömmliche oder eine elektronische Zahnbürste. Antworten auf diese und viele andere Fragen zur Zahnpflege findest du hier.

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