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12 Chriesi-Fakten

So lässt sich gut Kirschen essen 

Es wird wärmer, und die Kirsche lockt. Was alles in ihr steckt und wie sie lange frisch bleibt.   

Text Sabrina Pesenti
Die Kirschen sollte man immer mit Stiel aufbewahren, so können diese bis zu drei Tagen im Gemüsefach gelagert werden.   (Bild: Getty Images)

Die Kirschen sollte man immer mit Stiel aufbewahren, so können diese bis zu drei Tagen im Gemüsefach gelagert werden.  (Bild: Getty Images)

1.     Woher stammt die Redewendung «Nicht gut Kirschen essen» eigentlich?  

Im Mittelalter waren die Kirschen rar und entsprechend teuer. Gut situierte Leute trafen sich auf Kirschenrunden. Waren uneingeladene oder zu «unfeine» Gäste dabei, bespuckte man sie mit Kirschsteinen und bewarf sie mit Stielen, bis sie die Runde verliessen – mit denen war einfach nicht gut Kirschen essen!   

2.     Woher kommt die Kirsche?  

Ihren Ursprung hat die Kirsche in Kleinasien, genauer gesagt in der Türkei. Ihren Namen verdankt sie der türkischen Hafenstadt Kerasus (heute Giresun) am Schwarzen Meer. Der römische Feldherr Lucius Licinius Lucullus brachte die Kirsche 74 v. Chr. nach Italien zurück und somit kam sie nach Europa.  

3.     Was steckt in der Kirsche?  

Kirschen bestehen zu ca. 80 Prozent aus Wasser. Sie enthalten Zucker, der den Körper schnell mit Energie versorgt. Zudem Vitamine und Mineralstoffe, Folsäuren und Kalium.  

4.    Woher haben sie ihre Farbe?  

Ihre kirschrote Farbe erhält die Frucht durch Anthocyane, das sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe.  

5.     Wie lange bleiben sie frisch?  

Was machst du mit dem Chriesi-Stein?

Kirschen werden reif geerntet, sie reifen nach dem Pflücken nicht nach. Der Verzehr der schnell verderblichen Früchte ist kurz nach dem Einkauf am besten. Falls sie nicht sofort gegessen werden können, kann man sie nach dem Kauf in einer Dose mit Deckel im Kühlschrank aufbewahren. Wichtig dabei ist, den Behälter mit Haushaltspapier auszulegen und den Deckel nicht ganz zu schliessen. Damit kann das Kondenswasser entweichen. Die Kirschen bewahrt man mit Stiel auf, so können diese bis zu drei Tagen im Gemüsefach gelagert werden.  

6.    Wie erkenne ich die reifen Chriesi?  

Achte auf den Stiel! Dieser sollte grün und glatt sein. Je fester der Stiel an der Frucht sitzt, desto frischer. Nicht nur bleiben Kirschen mit Stiel länger frisch, der Stiel dient auch als Reifeindiz: glatt, fest und schön grün – genau richtig! In Kombination mit einer voll ausgeprägten Farbe garantiert dies den guten Geschmack. Wusstest du übrigens, dass sich aus Kirschstielen auch Tee aufgiessen lässt? Selbst Sirup kann man aus getrockneten Stängeln zubereiten. Und Kirschsteine eignen sich fabelhaft für Kirschsteinkissen. Somit ist die ganze Frucht komplett verwertbar.   

7.    Je grösser desto besser?  

Nein. Es lohnt sich, gerade auch kleine Kirschen zu probieren. Diese sind manchmal im Geschmack noch intensiver als die grossen.   

Mit diesen Produkten lässt sich gut Kirschen essen

8.     Wie entsteine ich Kirschen am einfachsten?  

Am besten legt man die Früchte vorher für einige Minuten ins Gefrierfach, danach verlieren sie beim Entsteinen auch nicht mehr so viel Saft. Wer sehr häufig mit Kirschen kocht und bäckt, für die oder den empfiehlt sich sicher ein Kirschentkerner.   

9.    Gibt es die Piemont Kirsche?   

Nein, die Piemont-Kirsche gibt es nicht. Diese Bezeichnung dient allein einem italienischen Süsswarenproduzenten als Werbestrategie, um den Bezug zum Piemont her-zustellen.    

10.  Wann ist Kirschensaison?

In der Schweiz gibt es vor allem im Juni und Juli frische Kirschen. In ein paar wenigen Regionen sind sogar Kirschen in zwei Farben erhältlich: weisse und rote. 

11.  Nach Kirschen essen kein Wasser trinken?   

Früher hiess es immer: Kirschen essen – kein Wasser trinken! Die Hefepilze auf der Schale galten lange als ursprüngliche Ursache für Blähungen und Bauchschmerzen – übrigens nicht nur bei Kirschen, sondern bei jeglichem Steinobst. Und durch Wasser verdünnte Magensäure wäre nicht mehr in der Lage, die Hefepilze aufzulösen. Doch inzwischen konnte Entwarnung gegeben werden: Früher sei eher Brunnenwasser von zweifelhafter hygienischer Qualität Ursache für Bauchschmerzen und Durchfall gewesen.    

12.  Blinddarmentzündung wegen geschluckten Kirschkernen?   

Dass Kirschensteine Blinddarmentzündungen aus­lösen, ist eher unwahrscheinlich. Nichtsdestotrotz: Steine sind nicht dazu gedacht, in unseren Verdauungstrakt zu gelangen. Also lieber Kerne ausspucken, sammeln und für Kirschkernkissen verwenden. 

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