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Lieber im Schatten

Wie viel Sonne ist okay?

Wir sagen dir, wie lange du an der Sonne liegen darfst, ob du für alle Vorhaben die gleiche Sonnencreme nutzen kannst und wie lange es dauert, bis die Creme wirkt.

Text Lisa Stutz
An der prallen Sonne liegen tut der Haut nicht gut, vor allem dann nicht, wenn es zu lange ist. (Bild: Getty Images)

An der prallen Sonne liegen tut der Haut nicht gut, vor allem dann nicht, wenn es zu lange ist. (Bild: Getty Images)

Wie lange dauert es eigentlich, bis Sonnencreme wirkt?

Grundsätzlich wirkt sie sofort. Es empfiehlt sich allerdings, den Schutz rund eine halbe Stunde lang einziehen zu lassen. Es ist wie bei weisser Wandfarbe: Die Wand ist zwar sofort weiss, es dauert aber einen Moment, bis sie trocken ist und nicht mehr abfärbt.

Reicht es, wenn ich am Morgen den ganzen Körper mit Sonnencreme eincreme?

Nein. Nachcremen ist wichtig, vor allem wenn man sich viel bewegt, schwitzt oder aus dem Wasser kommt.

Wie viel Sonne ist okay?

Wann zückst du die Sonnencreme?

Das hängt von deinem Hauttyp ab. Ein heller Hauttyp hat eine Eigenschutzzeit von lediglich 10 Minuten. Mittelbraune Hauttypen, wie sie vor allem im Mittelmeerraum vorkommen, eine von 50 Minuten. Mit Sonnencreme lässt sich die Zeit, die du an der Sonne verbringen darfst, verlängern. Der Schutzfaktor sagt, um wieviel. Bei einem hellen Hauttyp zum Beispiel, der zehn Minuten schutzlos der Sonne ­ausgesetzt sein darf, verlängert sich diese Zeit mit einer Sonnencreme mit Schutzfaktor 30 auf 300 Minuten – danach sollte Schluss sein. Grundsätzlich gilt: Zwischen 11 und 15 Uhr sollte man im Schatten bleiben.

Die Sonne scheint heute nicht so doll. Da brauche ich keine Sonnencreme, oder?

Falsch. Auch wenn es draussen bewölkt ist, ist die Haut den UV-Strahlen ausgesetzt. Genau das ist das Tückische an ihnen: Wir können sie weder spüren noch sehen, doch sie sind schädlich für unsere Haut. ­Beauty-Expertinnen empfehlen, am Morgen jedes einzelnen Tages Sonnencreme aufzutragen – vor allem im Gesicht, das quasi nie bedeckt und damit ständig «im Hellen» ist.

Ist es gesünder, Selbstbräuner zu verwenden, als sich von der Sonne bräunen zu lassen?

Ja. Beim Sonnenbaden sind nämlich die schädlichen UV-Strahlen für die Bräunung der Haut verantwortlich. Die ­meisten Selbstbräuner sind hingegen bedenkenlos zu verwenden. Mittlerweile gibt es gute Produkte auf dem Markt, die einen nicht orange aussehen lassen.

Sind Pflegecremes mit Schutzfaktor ebenso gut wie Sonnenmilch & Co.?

Ja, sie schützen genauso gut wie Sonnencremes mit gleichem Schutzfaktor. Ihre Hauptaufgabe ist aber eine andere. Darum sind sie für das Nachcremen an Hitzetagen schlicht zu kostbar. 

Altert meine Haut schneller, wenn ich keinen Sonnenschutz verwende?

Die bekannte deutsche Dermatologin Yael Adler sagt ihren Patientinnen dazu: «Vergleichen Sie mal Ihren Po mit Ihrem Gesicht.» Den Effekt der Lichtalterung könne man sich so am besten vor Augen führen. «Die meisten Menschen halten ihren Po nicht an die Sonne.» Er sei deswegen viel glatter, habe keine Altersflecken und sehe jünger aus als das Gesicht. Für den Alterungseffekt ist – auch hier – die Reaktion der Haut auf die UV-Strahlen verantwortlich.

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