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Geschirr abwaschen

Soll man vorspülen oder nicht?

Muss das Geschirr unter den Wasserhahn, bevor es in die Maschine kommt? Diese Frage hat schon zu vielen Streits geführt. Silvio Lehni von V-Zug klärt auf.

Text Rüdi Steiner
Von Hand abwaschen oder vorspülen verbraucht viel Wasser. (Bild: Getty Images)

Von Hand abwaschen oder vorspülen verbraucht viel Wasser. (Bild: Getty Images)

Herr Lehni*, muss ich mein Geschirr vorspülen?

Nein, das ist nicht nötig. Die Programme der heutigen Geschirrspüler sind so gemacht, dass nicht mehr vorgespült werden muss. Allerdings sollte man grobe Speisereste entfernen – das muss aber nicht unter dem Wasserhahn passieren. Denn sie verstopfen das Sieb, und der Geschirrspüler läuft als Folge nicht mehr richtig.

Gilt das auch für Kleinhaushalte, die den Geschirrspüler nur einmal in der Woche laufen lassen?

Ja, das gilt auch dann. Man sollte dann ein Programm wählen, das gut reinigt, zum Bespiel ein Automatik- oder Intensivprogramm.

Wozu sind denn die Vorspülprogramme gut, die in neueren Geräten drin sind?

Diese empfehlen sich, wenn man den Geschirrspüler nur langsam füllt. Man startet dieses dann aber nicht direkt vor dem Spülgang, sondern zwischendurch. Oder zum Beispiel vor den Ferien, wenn die Maschine noch nicht voll ist. So vorzuspülen braucht definitiv viel weniger Wasser, als wenn man es unter fliessendem Wasser macht.

Was gehört nicht in den Geschirrspüler?

Alles, was nicht spülmaschinenfest ist. Das sollte auf dem Geschirr vermerkt sein, sonst müssen Sie beim Kauf danach fragen.

Teflonpfannen?

Nie. Das Salz und die im Reiniger enthaltenen chemischen Substanzen lösen die Antihaftbeschichtung ab. Die Pfanne wird dadurch unbrauchbar.

Wovon raten Sie sonst noch ab?

Holzteile, sie saugen sich mit Wasser voll. Auch Tonwaren, Porzellanware und Gläser, die bedruckt sind oder Verzierungen haben, sollten nicht in die Maschine. Man riskiert Risse, Absprengungen oder Ablösungen. Dann wären da noch Gegenstände aus Aluminium, Silber, Kupfer oder Zinn. Sie können sich verfärben oder Flecken bekommen.

Sie waschen Kristallgläser in der Maschine?

Klar, ausser sie sind nicht spülmaschinenfest.

Waschmittel, Klarspüler, Salz – Hand aufs Herz: Was braucht man wirklich?

Beim Waschmittel spielt es keine Rolle, ob man Pulver, Gel oder Tabs verwendet. Wichtig ist aber, zusätzlich Klarspüler und Regeneriersalz zu brauchen. Nur damit ist eine lange Lebensdauer der Maschine gewährleistet. Dank des Salzes verkalkt etwa die Heizpumpe nicht, die Anlage wird wieder voll leistungsfähig. Klarspüler verdrängt das Wasser an der Oberfläche des Geschirrs, sodass es schneller trocknet.  

Haben Sie Tricks auf Lager, die Sie uns verraten wollen?

Ja. Reinigen Sie regelmässig das Sieb und die Spritzarme. Lassen Sie einmal im Halbjahr das Intensivprogramm mit Maschinenreiniger laufen. Wenn Sie immer das Eco-Programm wählen, sollten Sie einmal im Monat das Intensiv- oder Automatikprogramm laufen lassen. Der höhere Druck und die höhere Temperatur tun der Maschine gut. Wenn Sie diese drei Tipps befolgen, wird der Servicetechniker nicht so schnell bei Ihnen aufkreuzen.

 *Silvio Lehni ist Produkt Manager für Geschirrspüler bei V-Zug. Seit 15 Jahren beschäftigt er sich mit dem maschinellen Spülen und weiss in diesem Bereich so viel wie nur wenige.

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