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Erziehungsexpertin

«Gute Noten werden überschätzt»

Realschülerinnen und -schüler haben es oft zu Unrecht schwer, sagt die Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm. Sie erklärt, wie das Schweizer Bildungssystem fairer werden könnte und was Eltern tun sollten.

Text Monica Müller, Ralf Kaminski
Datum
Gruppenarbeit in der Realklasse 2a im Schulhaus Bünzmatt in Wohlen AG. 

Gruppenarbeit in der Realklasse 2a im Schulhaus Bünzmatt in Wohlen AG. 

Die Realschule hat einen schlechten Ruf – zurecht? 

Nein. Ich kenne einige Realschullehrerinnen und -lehrer und sehe, was sie leisten. Viele machen einen hervorragenden Unterricht und vermitteln ein sehr gutes Fundament. Aber klar, heute geht der Trend Richtung Akademisierung. Da hat es die Realschule natürlich schwer.

Gehen deshalb heute nur noch 10 bis 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in die Real? Vor 20 Jahren waren es fast 40 Prozent.

Das spielt auf jeden Fall eine Rolle. Von den Kindern der Gutsituierten gehen heute nahezu 90 Prozent ans Gymnasium. Unter den Arbeiterkindern gibt es zwar keine Zunahme, aber viele, die früher in die Real gingen, besuchen heute die Sek. So wurde die Real zur «Restschule». Früher war der schulische Hintergrund auch weniger wichtig – einige traten direkt nach der Schule einen Job an und machten erfolgreich Karriere.

Warum hat sich der Ruf der Realschule so verschlechtert?

Bildung gilt heute als entscheidend für ein erfolgreiches Leben. Den Eltern wird eingeschärft, dass sie ihren Kindern einen möglichst hohen Bildungsabschluss ermöglichen sollten, umso mehr als die Zeiten unsicherer scheinen als auch schon. Und nicht immer hat die Realschule ihren schlechten Ruf ganz zu Unrecht; es gibt schon auch problematische Situationen, gelegentlich gar Gewalt. Und Lehrerinnen machen manchmal die Erfahrung, dass Migrantensöhne aus patriarchialen Familienverhältnissen ihre Autorität nicht respektieren. Einige Lehrpersonen sind im Nebenjob gleich noch Sozialarbeiterinnen und -arbeiter.

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Die Bildungsexpertin

Die 71-jährige Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm leitet das Forschungsinstitut Swiss Education in Aarau. Derzeit forscht sie unter anderem zu sozialer Ungleichheit und Begabung. Stamm ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Realschule
So heisst die niedrigste Oberstufenschule in vielen Kantonen – aber längst nicht in allen. Einen Überblick gibt es hier unter «Sekundarstufe I».

Wie gut stehen denn die Realschüler und -schülerinnen nach Ende der Schulzeit da?  

Das variiert, aber unsere Forschung zeigt, dass mehr als ein Drittel im Qualifikationsverfahren der Berufslehre sehr gut abschneidet. Beim SwissSkills-Wettbewerb kommen fast 40 Prozent der Medaillengewinner aus der Realschule. Und laut der Pisastudie gibt es bei der Sprachkompetenz grosse Überschneidungen über alle Stufen hinweg: Die besten Realschülerinnen sind manchmal gar besser als die schlechtesten Gymnasiasten. Man sollte stärker auf das Potenzial der Jugendlichen achten und nicht nur auf die Noten und den Schulabschluss.  

Woran liegt es, dass viele Jugendlichen ihr Potenzial in der Schule nicht entfalten können? 

Das hat viel mit der Herkunft zu tun. Das durchschnittliche Mittelschichtskind ist neugierig, enthusiastisch, sprachlich einigermassen flexibel und selbstbewusst. Kinder aus Arbeiterfamilien oder Familien mit Migrationshintergrund werden häufig anders sozialisiert. Sie schauen ihrem Gegenüber nicht in die Augen, warten, bis sie antworten dürfen oder sollen. Viele sind autoritär erzogen worden und reagieren vor allem auf Druck. Aber natürlich spielt auch das Temperament des Kindes eine Rolle. Ist es schüchtern und sagt deshalb im Unterricht kaum was, wird es schnell unterschätzt.

Fehlt den Lehrerinnen und Lehrern schlicht die Zeit, Potenzial zu erkennen und zu fördern?

Das mag vorkommen, aber aus meiner Sicht wäre das eine ihrer wichtigsten Aufgaben. 

Wirkt sich das schlechte Image der Realschule auf das Selbstwertgefühl der Jugendlichen aus? 

Sogar sehr. Kürzlich hat mir eine Lehrerin mit langjähriger Erfahrung erzählt, sie sei bei einer neuen Klasse erst mal zwei Monate damit beschäftigt, ihre Schülerinnen und Schüler wieder aufzurichten. Als Sechstklässler waren sie beste Freunde mit Kindern, die nun in der Sek oder am Gymi sind und fühlen sich als Versager. Vielfach sind ihre Eltern enttäuscht, dass sie es «nur» in die Real geschafft haben. Für einige wird es erst in der Lehre besser, sie wird quasi zur zweiten Chance. 

Die Eltern vergleichen also?

Oh ja. Sie schauen auf die Nachbarn und die Leute in ihrem sozialen Umfeld. Handwerkliche Berufe, die zu schwieligen Händen führen, sind nun mal mit einem tieferen sozialen Status verbunden. Viele Eltern treiben ihre Kinder an, lieber die sechste Klasse zu repetieren und dann eine höhere Schule abzuschliessen, als nach der Realschule eine Handwerkerlehre zu starten. Auch weil sie wissen, dass ihr Umfeld mit «ah so, eine Maurerlehre?» reagieren würde.

Aber lange waren wir in der Schweiz doch stolz auf unsere gut ausgebildeten Handwerker. Was ist da passiert?  

Da sind wir wieder bei der Akademisierung, die vor etwa 20 Jahren mit der Einführung der Fachhochschulen eingesetzt hat. Selbst wer Kindergärtnerin oder Hebamme werden will, braucht heute eine Matur. Das hat den Druck enorm erhöht, eine bessere Ausbildung zu absolvieren. Die Berufsmatur ist zwar eine gute Sache für die soziale Durchlässigkeit, aber eigentlich wäre eine höhere Fachbildung, etwa zum Polier, genauso wertvoll. Umso mehr als wir einen enormen Fachkräftemangel gerade bei den Handwerkern haben. Die Gesellschaft jedoch definiert Berufsmatur und Fachhochschule als den guten Weg. 

Sie sind also kein Fan der Akademisierung?

Ich stehe ihr skeptisch gegenüber. Laut Studien der Intelligenzforscherin Elisabeth Stern gehören mindestens 30 Prozent der Gymnasiasten von der Intelligenz her nicht ans Gymi. Und wir haben in unseren Studien Realschülerinnen und -schüler mit mathematischer Hochbegabung gefunden, Kinder mit eindeutig akademischen Interessen, Begabungen und Neigungen. Aber weil sie aus einfachen Migrantenfamilien stammten, wurden sie halt Realschüler.

Was läuft da schief?  

Für Akademikereltern ist es klar, dass ihre Kinder dasselbe machen wie sie. Und Arbeitereltern sind gegenüber dem Gymnasium oft sehr skeptisch. Die finden, das sei nur etwas für die Mehrbesseren und eh viel zu teuer; mit einer Lehre gebe es schneller einen Lohn. Das ist die grosse Achillesferse unseres Systems: Alles wird reproduziert. Ich habe an der Uni viele Studierende, bei denen ich mich frage, was sie da machen. Auch Kinder, die stromlinienförmig sind, kommen eher ins Gymi als solche, die laut sind und auch mal schwänzen.  

Was bräuchte es für ein gerechteres Bildungssystem? 

Neigungen und Interessen sollten stärker berücksichtigt werden, Noten und soziale Herkunft weniger Gewicht haben. Dann wären mehr Migrantenkinder und solche aus Arbeiterfamilien an den Gymnasien und mehr Akademikerkinder in der Berufsbildung.

Wo müsste man schrauben, um das zu verbessern? 

Man müsste den Eltern frühzeitig aufzeigen, welche Möglichkeiten unser Bildungssystem bietet. Gerade Migrantinnen und Expats kennen unsere Berufsbildung gar nicht. In vielen Herkunftsländern kommt man nur mit Uniabschluss an einen guten Job. Und bildungsambitionierte Eltern überlegen bereits beim Schuleintritt, wo ihr Kind einmal hin soll. Selbst in der Berufsberatung schaut man nicht selten nur auf die Noten. Sind sie gut, ist das Urteil oft eindeutig: Ein Fall fürs Gymnasium! Aber Noten sind kein Hinweis auf Fähigkeiten, sie hängen auch ab von der Unterstützung zuhause, Rekurse der Eltern oder Zusatzunterricht. 

Wie viele Realschüler schaffen den Sprung zu einer höheren Ausbildung?

Nur wenige. Sie brauchen Glück mit der Lehrperson, auch wenn sie gescheit sind. Sind sie schlau und laut oder schlau und haben ADHS, werden sie nicht so gut beurteilt. Schaffen sie jedoch diese Hürde, stehen ihnen alle Türen offen, und sie steigen schnell auf. Alles in allem funktioniert die soziale Durchlässigkeit hierzulande nicht so schlecht. Unser Bildungssystem gesteht es Kindern zu, etwas länger zu brauchen, bis sich der Knopf löst.     

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Die Entwicklung der Oberschulstufen im Kanton Zürich. (Quelle: Bildungsstatistik Kanton Zürich)

Zahlen und Fakten

Lieber ans Gymi
Im Kanton Zürich gehen immer mehr Schülerinnen und Schüler ans Gymnasium und in die Sek A. Die Anzahl Schülerinnen und Schüler auf den niedrigeren Stufen Sek B und Real hingegen sinken beziehungsweise stagnieren seit 2007 (siehe Grafik oben).

Maturitätsquote
42% der jungen Erwachsenen (19- bis 21-jährig) haben 2021 die Maturität gemacht. 2015 waren es rund 38 Prozent. Am höchsten ist die Quote aller Maturitäten (gymnasial, Berufs- und Fachmaturität) im Kanton Tessin (57 %), am tiefsten im ­Kanton Uri (28 %).

Einkommen
78’000 Franken verdient ein Fachhochschulabgänger mit ­Bachelor im Schnitt pro Jahr.  Das ist etwa gleich viel wie jemand mit einem Uni-Master-Abschluss. Ökonominnen und IT-Spezialisten verdienen dabei mehr als andere Berufe. Mit einer Berufsbildung und Weiterbildungen verdient man laut Staatssekretariat für Bildung teils mehr als nach der Uni. Klar ist: Das Einkommen steigt nur für Personen an, die ihre Bildung fortsetzen.

Von der Real an die Uni? Das geht!
Das Schweizer Bildungs­system gilt als eines der durchlässigsten. So wurde in manchen Kantonen die strikte Trennung zwischen Sek und Real aufgehoben – was einen Stufenwechsel ermöglicht.
Nach der Realschule kann man mit einem Attest (eidg. Berufsattest) oder einer Lehre (eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ) ins Berufsleben einsteigen. Mit dem EFZ und Berufserfahrung ist der Weg frei zu einer höheren Fachschule mit eidg. Berufsabschluss, zum Beispiel Polizistin BP oder Pflegefach mann (HF).
Wer mit der Lehre eine ­Berufsmatura absolviert, schafft sich den Zugang zu einer Fachhochschule. Hier sind Abschlüsse ­wie Architektin (FH) und Ingenieur (FH) möglich. FH lassen unter bestimmten Bedingungen und nach individueller Prüfung (surdossier) auch Lehr- und HF-Absolventen mit entsprechenden Zeugnissen zu. Und mit der Passerelle, einer Ergänzungsprüfung zur Berufs- oder Fachmaturität, steht auch der Weg zur Uni oder ETH offen.

Wie erleben Jugendliche in der Realschule die Lehrstellensuche? 

Im Durchschnitt schreibt eine Realschülerin 18 Bewerbungen, ein Migrantenkind 25. Wenn sie nichts finden, absolvieren sie das 10. Schuljahr, dann sind sie schon fast 18 und haben noch immer nichts gefunden. Dabei wäre ein guter und altersangemessener Eintritt in die Berufswelt so wichtig.  

Weshalb haben sie es trotz Lehrlingsmangel so schwer? 

Ich höre von den Berufsbildnerinnen immer, junge Menschen brächten zu wenig mit. Die Ausbildung sei für sie zu anspruchsvoll. Die heutigen Jugendlichen könnten nicht mehr lesen und rechnen, sie seien nicht ausbildungsreif. Sie kämen morgens zu spät, sagten nicht Grüezi und stellten gleich Forderungen. Also stellen sie lieber niemanden ein, als jemanden, der sie nicht überzeugt. Dabei könnte man diesen Jugendlichen doch eine Mentorin zur Seite stellen und sie unterstützen, aber das passiert eher selten.

Wie viele Realschüler finden gar keine Lehrstelle? 

Es sind ganz wenige, die gar keinen Einstieg finden, oft passiert es einfach etwas später. Und einige nehmen halt, was sie kriegen können, auch wenn es ihnen nicht liegt. Wie viele die Lehre abbrechen, ist unklar. Aber die, die es schaffen, blühen auf, machen auch ihren Chefs und Chefinnen Eindruck und dürfen zurecht stolz auf sich sein. Der Realschulabschluss interessiert dann niemanden mehr. Es gibt also durchaus Erfolgsgeschichten, genauso wie es Negativbeispiele gibt, wie etwa Akademikerkinder, die bis 35 studieren und immer noch nicht wissen, was sie machen sollen.  

Was ist entscheidend für den Erfolg im Berufsleben?

Aus der Forschung wissen wir, dass gute Noten und Intelligenz stark überschätzt werden. Es sind andere Kompetenzen, die ein Individuum lebenstauglich machen: Hartnäckigkeit, Durchsetzungsfähigkeit, Frusttoleranz, mit Niederlagen umgehen können.

Aber gerade diese Fähigkeiten fördert man heute kaum in der Schule, oder?

Im Lehrplan 21 wird solchen so genannten überfachlichen Kompetenzen recht viel Platz eingeräumt. Das jedoch im Alltag tatsächlich zu fördern, ist für viele Lehrerinnen und Lehrer schwierig. Die Zeit dafür fehlt.

Engagiert dabei: Die Realklasse 2a im Geschichtsunterricht.

Engagiert dabei: Die Realklasse 2a im Geschichtsunterricht.

Es hängt also viel vom Elternhaus ab?

Sehr viel. Und in der Mittelschicht herrscht heute oft ein überbehütender Erziehungsstil vor. Schon bei den geringsten Schwierigkeiten greifen die Eltern ein und wehren sich für sie. Deshalb lernen die Kinder diese Fähigkeiten häufig auch zu Hause nicht. Schon eher tun dies Kinder aus einfachen Verhältnissen, die gewohnt sind, für sich selbst kämpfen zu müssen. Letztlich hängt es oft vom eigenen Willen ab, und den Überbehüteten fehlt dieser Wille häufig, weil sie davon ausgehen, dass Papi oder Mami eh für sie schauen. 

Dann haben Kinder aus einfachen Verhältnissen da sogar einen Vorteil?

Ja, das führt zu einem gewissen Ausgleich. Und wer es trotz aller Widrigkeiten schafft, kann anderen ein Vorbild sein. Sie zeigen, dass es neben dem Gymnasium auch andere Wege zum Erfolg gibt.

Wie können Eltern ihren schulschwachen Kindern am besten helfen?

Ein Problem ist, dass heute Kinder mit schlechten Noten schnell einmal mit einer Diagnose versehen werden – oft auf Drängen der Eltern. Das Kind hat nicht einfach zu wenig aufgepasst oder gelernt, es hat eine Diskalkulie oder Legasthenie und muss therapiert werden. Das führt dann vielerorts zu einem so genannten Nachteilsausgleich, das Kind darf etwa bei der Prüfung mit Lexikon arbeiten oder sich mehr Zeit nehmen. Aber Leistungsschwäche ist halt oft einfach nur Leistungsschwäche und keine Lernbehinderung. Hilfreicher wäre, wenn die Eltern sich die Zeit nehmen würden, mit dem Kind für die Schule zu arbeiten.

Und wie am besten?

Sie sollten versuchen herauszufinden, woran es liegt, dass ihr Kind schlechte Noten heimbringt. Ist es einfach faul? Oder hat sich schlicht nicht angestrengt? Ist es ein bisschen verträumt? Auf dieser Basis sollte eine wirksame Unterstützung aufbauen. Gibts stattdessen lediglich eine Diagnose und damit eine Etikette, müssen sich weder das Kind noch die Eltern bemühen. Es ist beunruhigend, wo wir damit hinsteuern.

Wohin denn?

Sechs von zehn Kindern haben heute bereits in der ersten Klasse eine therapeutische Erfahrung. Vor fünf Jahren waren es erst vier, in den 1980er-Jahren mutmasslich null. Wenn das so weiter geht, sind bald alle in Therapie – die Kinder ohne Diagnose werden zu den Auffälligen.

Was raten Sie den Eltern?

Sie sollten alles ein wenig entspannter sehen und mehr Vertrauen in ihr Kind haben. Es wird seinen Weg machen – selbst die meisten Schulabbrecher schaffen das, weil wir in der Schweiz ein so gutes Auffangsystem haben. Und Eltern, aber ebenso Lehrkräfte, sollten weniger auf Defizite als auf Stärken fokussieren.

Also halt damit leben, dass es im Französisch nur für eine 3 reicht und dafür die anderen Talente umso mehr fördern?

Genau. Gerade in der Realschule gibts viele, die sich mit Sprachen schwertun, aber in Mathematik gut sind. Diese Begabung sollte gezielt gefördert werden. Das motiviert nicht nur, es stärkt auch das Selbstvertrauen und damit die Zukunftschancen.

Sind die, die nur wegen der Sprachen in der Real landen, dort in anderen Fächern unterfordert?

Davon bin ich überzeugt – und das sind oft eher Buben. Aber am Ende zählt halt der Notendurchschnitt. Im Idealfall realisiert die Klassenlehrerin die Begabung in anderen Bereichen und gibt dort Zusatzaufgaben.

Wie schwer hätten Sie sich getan, wenn eines Ihrer Kinder in der Realschule gelandet wäre?

Beide gingen in die Bezirksschule, die Tochter mit Leichtigkeit, der Sohn weniger – er hatte damals nur Fussball im Kopf. Ich hätte ihn lieber in der Sekundarschule gesehen, aber als Sohn eines Arztes hatte er wahrscheinlich einen Bonus. Gegenüber der Realschule hätte ich damals auch Bedenken gehabt; ich hätte mir Sorgen gemacht, dass er in eine eher ungünstige Jugendszene reingerät. Heute ist er Soziologe und arbeitet in leitender Stelle auf einem Sozialamt – er hat nach 20 dann ziemlich aufgedreht, war also ein totaler Spätzünder.

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