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Kochen

Warum wir immer zu viel Öl verwenden

Vor Öl triefendes Gemüse und ein Ölsee in der Bratpfanne: Das muss nicht sein. Mit unseren Tipps schaffst du das mit viel weniger. 

Text Claudia Schmidt
Ganz leicht verirrt sich zu viel Öl ins unsere Pfannen. (Bild: Getty Images)

Ganz leicht verirrt sich zu viel Öl in unsere Pfannen. (Bild: Getty Images)

Abmessen statt Pi mal Daumen

Der grosszügige Schuss Öl aus der Flasche ist bei den meisten Rezepten bereits zu viel, vor allem dann, wenn nur ein Esslöffel verwendet werden sollte. Deshalb: Verwende einen Löffel zum Abmessen des Öls. Du sparst so Kalorien und auch Geld. 

Die richtige Pfannengrösse wählen

Bei Gerichten für eine oder zwei Personen landet oft zu viel Öl in der Pfanne, weil die Pfanne zu gross ist. In eine kleine Pfanne gibst du nämlich fast automatisch weniger Öl. Soll es dennoch eine grosse Pfanne sein, dann verteilst du das Öl am besten mit einem Pinsel.

Öl fürs Fleisch statt für die Pfanne

Wie viel Öl benutzt du?

Steaks und andere kurz gebratene Fleischstücke müssen beim Braten nicht in Öl schwimmen. Es reicht schon, wenn du wenig Öl in die Fleischstücke einmassierst und sie dann direkt in die heisse Bratpfanne gibst. Wenn das Fleisch festklebt, liegt das nicht an einem Zuwenig an Öl, sondern daran, dass du das Fleisch zu früh wendest. Gut angebratenes Fleisch löst sich nämlich wie von selbst vom Pfannenboden. Das kennst du sicher schon vom Grill.

Mischen statt beträufeln

Selbst beim Ofengemüse kannst du leicht zu viel Öl verwenden. Das passiert, wenn du das Gemüse aufs Blech legst und dann grosszügig mit Öl beträufelst. Besser: das Gemüse mit Salz, Gewürzen und wenig Öl in eine Schüssel geben und gut mischen. Erst dann alles aufs Backblech geben.

Nicht vergessen: weniger ist mehr.

Bereits vorhandenes Fett nutzen

Bratwurst gehört ohnehin schon zu den fettreichen Genüssen – sie benötigt nicht noch extra Öl zum Braten. Wer die Wurst mit einem Zahnstocher zwei- bis dreimal ansticht, profitiert von Gratisbratfett, das nun aus der Wurst austritt.

Es geht auch ohne

Was viele nicht wissen: Pilze ohne Fett anbraten. Das geht in einer beschichteten Pfanne hervorragend. Erst wenn die Pilze leicht gebräunt sind, gibt man wenig Fett für den guten Geschmack hinzu. Gibt man Butter oder Öl gleich zu Beginn in die Bratpfanne, saugen sich die Pilze damit voll, und du bist geneigt, deutlich mehr zu verwenden. Was mit Pilzen super geht, geht auch mit vielen Gemüsen wie Auberginen, Zucchetti und Ähnlichem sehr gut.

Sprühen statt giessen

Nicht jeder hat es daheim, aber natürlich kannst du zum Beispiel Olivenöl als Spray verwenden. In der Migros gibt es das fertig in der Zerstäuberflasche zu kaufen. Damit lässt sich Öl sehr sparsam dosieren. Gemüse lässt sich so aromatisieren, und Crostini müssen nicht in übermässig viel Öl knusprig gebacken werden.

Heissluft statt Fritteuse

Auch neue Küchengeräte ermöglichen den sparsamen Einsatz von Öl: In einer Heissluftfritteuse werden nicht nur Pommes frites, sondern auch panierte Schnitzel knusprig. Je nach Modell und Erfahrung musst du dabei ein wenig probieren, bis du das gewünschte Ergebnis erzielst.

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