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Garten

Nach der Blüte ist vor der Blüte

Schon in drei Monaten blühen wieder Krokus und Co. Was du jetzt mit den Knollen tun solltest und wie du sie vor gefrässigen Tieren schützt. 

Text Yvette Hettinger
So sieht das schon in wenigen Monaten aus, wenn du jetzt Blumenzwiebeln setzt (Bild: Getty Images).

So sieht das schon in wenigen Monaten aus, wenn du jetzt Blumenzwiebeln setzt. (Bild: Getty Images)

Auswahl

Tulpen, Hyazinthen, Krokusse und Narzissen kann jeder. Wie wärs mit etwas Neuem? Zierlauch, Wildtulpe, Traubenhyazinthe, Blaustern oder Hasenglöckchen zum Beispiel? Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Blütezeit, so kannst du dafür sorgen, dass von Februar bis Juni immer etwas blüht: Schneeglöckchen und Krokusse sind in der Regel die ersten, Tulpen und Zierlauch blühen je nach Sorte bis fast in den Sommer hinein.

Bouquet

Manche mögens bunt. Sie kaufen am besten die gemischten Packungen. Wer einfarbige Beete und Töpfe vorzieht, findet assortierte Blumen in einem Beutel, zum Beispiel weisse Hyazinthen, Krokusse und Osterglocken. Das Gleiche gibts in Gelb, Rot und weiteren Farben. Spass macht es auch, sich das Sortiment selber zusammenzustellen. Ebenfalls schön: ein Bouquet mit Schattierungen, etwa in Weiss, Rosa und Pink. Oder von Violett bis zu fast Schwarz, wie bei der Tulpe mit dem Namen Königin der Nacht.

Finger weg

In die Erde sollten nur ­gesunde Zwiebeln. Man ­erkennt sie an der glatten, trockenen Haut und ihrer Festigkeit. Weiche, faulige, schrumpelige, fleckige oder schimmlige Exemplare oder solche mit Ver­let­zungen aussortieren oder gar nicht erst kaufen.

Höhe

Damit sich die Blumen im Frühling nicht gegenseitig im Weg stehen, lohnt sich ein Blick auf die Wuchshöhe, die auf der Verpackung angegeben ist. Einige Zierlauchsorten erreichen gut 1.5 Meter, wohingegen Krokus es auf kaum 15 Zentimeter bringt. Dazwischen machen sich verschiedene Tulpen und Narzissen gut. Beim Einkauf kann eine Skizze der geplanten Pflanzungen helfen.

Platz

Im Frühling mögen Blumen einen warmen, sonnigen Platz. Im Winter sollte er kalt sein. Staunässe ist zu keiner Zeit erwünscht. Schwere, lehmige Erde also am besten mit etwas Sand durchlässiger machen. Tipp: Am natürlichsten wirken die blühenden Blumeninseln, wenn sie im Herbst zufällig entstanden sind. Also eine Handvoll Zwiebeln auf die Erde werfen und dann dort versenken, wo sie gelandet sind. Beim Setzen ist ein Setzholz oder ein Pflanzer hilfreich.

Masse

Die Setztiefe steht auf der Packung, kann aber auch mittels einer Faustregel geschätzt werden: Zwiebel­höhe mal zwei bis drei gleich Setztiefe. Eine Tulpenzwiebel von drei Zentimetern braucht also ein Setzloch von etwa acht Zentimetern Tiefe. Der Abstand von Zwiebel zu Zwiebel steht ebenfalls auf der Packung. Tipp: Erfahrungsgemäss dürfen die ­Blumen etwas enger stehen, als auf der Packung ange­geben. Das wirkt im Frühling schön üppig.

Lasagne

Wer die Blumenzwiebeln in Schichten legt, kann sich auf üppige und auch ein wenig überraschende Blütenpracht freuen (Bild: Getty Images).

Wer die Blumenzwiebeln in Schichten legt, kann sich auf üppige und auch ein wenig überraschende Blütenpracht freuen (Bild: Getty Images).

Aufgrund der unterschiedlichen Setztiefen ist das sogenannte Lasagneprinzip einen Gedanken wert. Dafür gräbt man eine Art Mulde von etwa 15 cm Tiefe und 20 cm Durchmesser und legt dort die grössten Zwiebeln hinein, zum Beispiel von grossen Tulpen. Darüber kommt eine Schicht Erde und dann einer mit den nächstgrösseren Knollen, etwa Hyazinthen. Weitere Schichten Erde sowie immer kleinere Zwiebeln folgen und werden jeweils mit einer Schicht Erde abgedeckt. Keine Angst vor Gedränge: Die Blumen suchen sich ihren Weg an die Sonne schon, wenn die Zeit reif ist.

Töpfe

Fast alle Frühblüher eignen sich hervorragend für Töpfe und sogar flache Schalen, da sie nicht tief wurzeln. Vorteil der Gefässe: Sie brauchen keinen Mäuseschutz. Wichtig ist, dass sie ein Abflussloch haben und dem Frost trotzen, falls sie im Winter Regen und Kälte ausgesetzt sind.

Wuchsrichtung

Natürlich empfiehlt es sich, die Zwiebeln mit der Keim­seite (der etwas spitzeren Seite) nach oben in die Erde zu legen. Doch auch andersrum gelegte Exemplare werden gedeihen und blühen, sie brauchen nur etwas länger.

Zeitpunkt

Frühlingsblüher können ab sofort bis etwa Ende ­November gesetzt werden.

Mäuseschutz

Wühlmäuse sind ganz verrückt nach Tulpen- und Hyazinthenzwiebeln. Um diese im Garten vor den Nagern zu schützen, kann Verschiedenes helfen:

  • Die Zwiebeln in einem Pflanzkorb aus Drahtgitter oder Plastik in den Boden legen. Noch besser: Zwei Drahtkörbe verschoben ineinanderlegen, sodass die Schlupföffnungen für die Tierchen so klein wie möglich sind.
  • Um die Tulpen und Hyazinthen eine Art Schutzring von Narzissen setzen, denn diese mögen die Wühlmäuse nicht.
  • Gewissen Gerüchen sagt man nach, dass sie die Mäuse in die Flucht schlagen. Dazu gehören Essig, Chilischote, Pfefferminze, Kamille und Gewürznelken. Einfach ausprobieren.

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