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Kochen

Das solltest du nie mit Teflonpfannen machen

Sie sind superpraktisch und easy zu gebrauchen. Dennoch halten Teflonpfannen in vielen Haushalten nicht lange. Wir zeigen dir, wie du ihre Lebensdauer verlängerst.

Text Claudia Schmidt
Messer und Pfannenwender aus Metall beschädigen die Antihaftbeschichtung bei Teflonpfannen, man sollte sie daher nicht zum Rühren und Wenden benutzen.  (Bild: Shutterstock)

Messer und Pfannenwender aus Metall beschädigen die Antihaftbeschichtung bei Teflonpfannen, man sollte sie daher nicht zum Rühren und Wenden benutzen.  (Bild: Shutterstock)

Dein Spiegelei gleitet nicht mehr so schwungvoll aus der Pfanne, sondern klebt leicht. Das ist ein sicheres Anzeichen, dass die Pfanne ihre positiven Eigenschaften eingebüsst hat. Mit folgenden fünf Tipps passiert dir das nicht so schnell: 

1. Neue Teflonpfannen nie ungewaschen benutzen

Fast jeder Hersteller schreibt es auf die Verpackung, viele halten sich nicht dran: Vor dem ersten Gebrauch sollte man Pfannen mit heissem Wasser und wenig Spülmittel reinigen. So gehst du ganz sicher, dass keine Reste von der Produktion mehr an der Pfanne haften.

2. Nie mit maximaler Hitze braten

Teflonpfannen sind ideal für niedrige Temperaturen. Selbst Steaks und Spiegeleier gelingen im mittleren Temperaturbereich der Herdplatte. Bei Temperaturen ab 260 °C können Dämpfe entstehen, die für kleine Vögel (Haustiere) tödlich sein können. Für den Menschen wird es erst bei höheren Temperaturen von 360 °C gefährlich, aber keine Sorge: Bevor solche Gase entweichen, ist dein Essen längst verkohlt, und mit dem Öl kannst du nur noch weit sichtbare Rauchzeichen geben.

Hat die Pfanne ausgedient?

3. Stell die Teflonpfanne nie leer auf den Herd

Die Teflonpfanne sollte man nicht länger als 3 Minuten leer erhitzen. Das gilt für Gussplatten und Glaskeramik. Bei Induktion und Gas solltest du die beschichtete Pfanne nie ohne Inhalt auf den Herd stellen. Da man oft die Zeit unterschätzt, bist du gut beraten, die Pfanne einfach nie leer auf den Herd zu stellen.

4. Verwende keine scharfen Gegenstände in der Bratpfanne

Messer und Pfannenwender aus Metall beschädigen die Antihaftbeschichtung, Gleiches gilt für Küchenschwämme mit Scheuerseite. Die Beschichtung wird ohnehin im Lauf der Zeit dünner, aber du kannst die Lebenszeit deiner Pfanne positiv beeinflussen, wenn du sie nicht mit Messern und anderen Metallgegenständen malträtierst, sondern Holz- oder Silikon-Tools verwendest.

5. Wasche eine Teflonpfanne nie im Geschirrspüler

Tag der Wahrheit: Wie wäschst du die Pfanne ab?

Einige bescheinigen ihrer Pfanne eine Tauglichkeit für Geschirrspüler. Geschirrspülmaschinen-Hersteller wie V-Zug sehen das ganz anders: Das Salz und die im Reiniger enthaltenen chemischen Substanzen könnten die Antihaftbeschichtung ablösen. Die Pfanne werde dadurch langsam, aber sicher unbrauchbar, bringt Geschirrspülexperte Silvio Lehni die Situation auf den Punkt.

Teflon

Was ist Teflon und was ist PTFE (Polytetrafluorethylen)?
Teflon ist ein Markennamen für den Kunststoff Polytetrafluorethylen, kurz PTFE. Wenn wir von Teflonpfannen sprechen, meinen wir mit PTFE beschichtete Pfannen.

Ist Teflon giftig?
Zum gegenwärtigen Stand der Forschung ist Teflon – selbst wenn man es verschluckt, weil sich winzige Partikel in der Pfanne abgelöst haben – unbedenklich. Der Stoff ist sehr träge und reagiert nicht mit anderen Stoffen, sodass Teflon so ausgeschieden wird, wie man es zu sich nimmt. Ganz anders verhält es sich, wenn Teflon über 260 °C erhitzt wird. Dann können giftige Dämpfe entstehen, bei denen kleine Tiere wie Vögel sterben können. Auch für den Menschen sind diese Dämpfe nicht unbedenklich. Zudem entstehen bei der Produktion von Teflonpfannen giftige Stoffe, die entsorgt werden müssen. Diese sind in der fertigen Pfanne aber nicht enthalten.

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