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M-Check: Fisch aus verantwortungsvollen Quellen

Nachhaltig einkaufen leicht gemacht.

Wie wird Fisch aus verantwortungsvollen Quellen bewertet?

Unsere Vision ist, «Die Migros verkauft nur Fische und Meeresfrüchte, die so gefischt und produziert werden, dass Wildbestände und Ökosysteme langfristig erhalten bleiben und sozialverträgliche Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette eingehalten werden». Sämtliche Fischereien und Zuchtanlagen werden bezüglich dieser Kriterien bewertet. Dies wird im M-Check Fisch dargestellt.

Für die Bewertung von nachhaltigem und verantwortungsvollem Fisch und Meeresfrüchten wird zwischen Zucht und Wildfang unterschieden. Die Bewertung der Migros für den M-Check Fisch beruht auf der Methodik, welche von Sustainable Fisheries Partnership (SFP) in Zusammenarbeit mit der Migros entwickelt wurde. SFP ist eine auf Fischerei und Aquakultur spezialisierte Nichtregierungsorganisation (NGO), welche unter anderem die Industrie dabei unterstützt, das Angebot an nachhaltigen und verantwortungsvollen Meeresfrüchten weltweit zu erhöhen. SFP stützt sich dabei auf öffentlich zugängliche Daten und sämtliche Bewertungen sind auf FishSource einsehbar.

Wildfang

Die Bewertungsskala für den M-Check Fisch bei Wildfang beinhaltet aktuell zwei Hauptkategorien: Management & Compliance und Status des Fischbestandes. Ab 2023 wird eine dritte Hauptkategorie in die Bewertung miteinfliessen. Jede dieser Hauptkategorien wird anhand von unterschiedlichen Kriterien beurteilt. Dazu wird jedes Kriterium auf einer Skala von 1-10 (Score) bewertet. Für die Bewertung einer Hauptkategorie wird der Mittelwert sämtlicher dazugehöriger Kriterien ermittelt.

Die Hauptkategorien und Kriterien lassen sich wie folgt zusammenfassen. Detaillierte Angaben sind unter fishsource.org zu finden.

Wie ist die Fischerei gemanagt und halten sich die Fischer an die Vorschriften?

Beurteilt werden die Kriterien Managementstrategie, Einhaltung der wissenschaftlichen Empfehlungen, sowie Einhaltung der Vorschriften seitens der Fischer. 

Wie gesund ist der Fischbestand des Zielfisches?

Die Gesundheit eines Fischbestandes ist ein zentrales Kriterium für die langfristige Erhaltung des Bestandes und Grundlage einer nachhaltigen Fischerei. Anhand von wissenschaftlichen Daten werden der aktuelle und der zukünftige Fischbestand in Betracht gezogen.

Welche Einflüsse hat die Fischerei auf die Umwelt?

Im Umweltfaktor werden Kriterien wie die Beifangrate, die Effekte auf geschützte Spezies, Habitateinflüsse sowie die Auswirkungen auf Ökosysteme bewertet. Diese Bewertungen liegen zurzeit noch nicht vollständig vor. 

Weitere Dimensionen der Nachhaltigkeit (z.B. soziale Aspekte, Tierwohl oder Energiebilanz) fliessen nicht in den M-Check «Fisch aus verantwortungsvollen Quellen» ein.

M-Check Sterne für Wildfang-Produkte

Die Umwandlung der SFP-Bewertung in M-Check-Sterne erfolgt für Wildfang-Produkte, indem der Mittelwert der zusammengezählten Bewertungen berechnet wird. Der Gesamtwert wird wie folgt in M-Check-Sterne umgewandelt:

Alle Hauptkategorien haben einen Wert von 8 oder mehr Punkten.

Alle Hauptkategorien haben einen Wert von mindestens 6 Punkten und eine der Hauptkategorien hat 8 oder mehr Punkte.

Alle Hauptkategorien haben 6 oder mehr Punkte.

Eine der Hauptkategorien weist eine Bewertung von 6 oder mehr Punkten auf.

Die Fisch-Spezies steht auf der Exklusionsliste.

Alle Hauptkategorien haben eine Bewertung von weniger als 6 Punkten. 

Ein Zusatzstern für besonderen Aufwand

Daneben erhalten einige Labelwaren, welche zusätzlich auditiert und zertifiziert werden und somit einen Zusatzaufwand betreiben, eine bessere Bewertung. Sämtliche Labels, welche die Kriterien der Global Sustainable Seafood Initiative (GSSI) erfüllen, erhalten einen zusätzlichen M-Check Stern. Dazu zählt zum Beispiel das MSC-Label. Eine MSC-Fischerei erhält also einen Stern mehr als eine nicht-zertifizierte Fischerei mit gleicher FishSource-Bewertung.

Einen zusätzlichen Stern erhalten auch Fischereien, welche an einem offiziellen Fischerei-Verbesserungs-Projekt (engl. fishery improvement project – FIP) beteiligt sind und regelmässige Fortschritte nachweisen können (öffentlich berichtet und mit A-C bewertet).

* Es wird jeweils nur ein zusätzlicher Stern vergeben.

Zucht

Bei der Zucht wird aktuell bewertet, ob die Aquakulturindustrie ein Zonenmanagement-Konzept verfolgt. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Auswirkungen der Aquakultur auf die Umwelt durch eine verbesserte Planung und Verwaltung zu minimieren. Zudem wird dadurch berücksichtigt, dass die einzelnen Betriebe von gemeinsamen Ressourcen abhängen und gemeinsam Risiken wie Krankheiten ausgesetzt sind. In der Hauptkategorie Zonenmanagement fliessen fünf Bewertungskriterien mit ein, gemäss dem SFP-Rahmenwerk für nachhaltig bewirtschaftete Aquakultur bewertet.

Die Bewertungsskala für den M-Check Fisch bei Zucht-Produkten beinhaltet aktuell nur eine Hauptkategorie. Ab 2023 werden weitere Hauptkategorien in die Bewertung miteinfliessen. Jede dieser Hauptkategorien wird anhand von unterschiedlichen Kriterien beurteilt. Dazu wird jedes einzelne Kriterium auf einer Skala von 1-10 (Score) bewertet.

Die Hauptkategorien und Kriterien lassen sich wie folgt zusammenfassen. Detaillierte Angaben sind unter fishsource.org zu finden.

Gesetzliche Vorgaben

Hat die Industrie einen Zonenansatz für die Standortwahl, die Lizenzvergabe und das Produktionsmanagement gewählt?

Hier wird bewertet, ob die Entwicklung der Aquakulturindustrie durch Lizenzen, Umweltauswirkungen und Managementbereiche gesteuert wird.

Gute Herstellungspraxis

Gibt es eine aktive Produktionsorganisation, die einen Verhaltenskodex befolgt?

Hier wird bewertet, ob sich die Aquakulturindustrie in einer Erzeugerorganisation organisiert hat und ob sie eine Reihe von guten Managementpraktiken anwendet.

Wassermanagement

Werden die Auswirkungen der Aquakultur auf die Qualität der öffentlichen Wasserressourcen kontrolliert?

Hier wird bewertet, ob die Industrie sicherstellt, dass ihre kumulativen Auswirkungen die Tragfähigkeit der Gewässer nicht überschreiten.

Verringerung des Krankheitsrisikos und der Krankheitsfolgen

Ist die Industrie vor katastrophalen Verlusten geschützt?

Mit dieser Punktzahl wird bewertet, ob die Branche das Risiko von Krankheitsausbrüchen durch betriebliche und zonen- bzw. gebietsbezogene Ansätze zur Krankheitsprävention und -bekämpfung minimiert.

Futtermittelmanagement (mariner Anteil)

Stammt das Fischmehl und -öl im Aquakulturfutter aus gut geführten oder sich verbessernden Fischereien?

Mit diesem Punktwert wird bewertet, ob die Futtermittellieferanten ihre Quellen für marine Futtermittelbestandteile angeben und sich zu einer verantwortungsvollen Beschaffung dieser Bestandteile verpflichtet haben.

Weitere Informationen folgen ab April 2023.

Weitere Informationen folgen ab April 2023.

M-Check Sterne für Produkte aus der Zucht

Die Umwandlung der SFP-Bewertung in M-Check Sterne erfolgt für Zucht-Produkte, indem der Mittelwert der zusammengezählten Bewertungen berechnet wird. Der Gesamtwert wird wie folgt in M-Check-Sterne umgewandelt:

Alle Hauptkategorien sind mit 8 oder höher bewertet.

Der Gesamtwert ist mit 8 oder höher bewertet.

Der Gesamtwert ist mit 5 oder höher bewertet.

Der Gesamtwert ist mit 3 oder höher bewertet. 

Die Fisch-Spezies steht auf der Exklusionsliste. 

Der Gesamtwert liegt unter 3. 

Und was ist mit all den Labels?

Sämtliche Labels, welche die Kriterien der Global Sustainable Seafood Initiative (GSSI) erfüllen, erhalten einen zusätzlichen M-Check Stern. Dazu zählen der Aquaculture Stewardship Council (ASC), Global GAP, und Best Aquaculture Practice (BAP) (falls die Zertifizierung 3 Sterne oder mehr erfüllt).

Bio-Produkte, welche die Bio-Vorgaben der Migros erfüllen, erhalten ebenfalls einen zusätzlichen Stern.

Einen zusätzlichen Stern erhalten auch Zuchtanlagen, welche an einem offiziellen Aquakultur-Verbesserungs-Projekt (engl. aquaculture improvement project - AIP) beteiligt sind und regelmässige Fortschritte nachweisen können.

Verbesserungsprojekte, welche von einem zusätzlichen Stern profitieren, müssen offiziell registriert sein (zum Beispiel unter aipdirectory.org) und regelmässige Fortschritte vorweisen können.

Auch das Produktionssystem hat Einfluss auf die Bewertung. Extensive Produktionssysteme erhalten einen zusätzlichen Stern im Gegensatz zu intensiven und halbintensiven Systemen.  

Es wird jeweils nur ein zusätzlicher Stern vergeben. Wenn also beispielsweise eine extensive Zucht auch noch ASC- oder Bio-zertifiziert ist, erhält sie trotzdem nur einen zusätzlichen Stern.  

Beim M-Check Rating erhalten MSC, ASC und andere Labels (z. B. GlobalGAP und Bio) einen Zusatzstern, da diese auditierte Labels einen Zusatzaufwand für eine verantwortungsvolle Fischerei/Zucht betreiben und den Nachhaltigkeitskriterien nach GSSI-Vorgaben genügen.  

Genauere Angaben, wie unser Partner (SFP) die Bewertungen durchführt, sind unter dem folgendem Link zu finden: https://www.fishsource.org/how/interplay.

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