Migros Zurigo
Jahresabschluss der Migros Zürich und GMZ-Gruppe 2025

Die GMZ-Gruppe verzeichnete im Jahr 2025 einen konsolidierten Gesamtumsatz von 4'014 Millionen Franken und konnte das bereinigte operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Während die Schweizer Tochterunternehmen eine sehr positive Entwicklung zeigen, wird das Ergebnis der Migros Zürich und der GMZ-Gruppe durch Werthaltigkeits-Korrekturen in Zusammenhang mit Tegut massiv belastet.
Genossenschaft Migros Zürich
Das Geschäftsjahr 2025 war für die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) geprägt von einschneidenden Massnahmen. So bereinigte die Migros Zürich 2025 ihr Portfolio und trennte sich von verschiedenen Eigenformaten mit dem Ziel der verstärkten Fokussierung auf das Supermarktgeschäft. Das Format Alnatura Bio Super Markt wurde per Jahresende geschlossen.
Die Migros-Supermärkte erwirtschaften 2025 einen Umsatz von 2.143 Milliarden Franken, was einem leichten Rückgang zum Vorjahresumsatz von 0.6 % oder −12 Millionen Franken entspricht. Die Tiefpreisstrategie findet bei den Migros-Kundinnen und -Kunden Anklang und führt zu gesteigerten Verkaufsmengen sowie zu einer um 2.2 % erhöhten Kundenfrequenz. Das ist gleichbedeutend mit über 1.6 Millionen Kassentransaktionen mehr als im Vorjahr. Diese höhere Frequenz kann den niedrigeren Durchschnittsbon, der durch die Preisabschläge entsteht, aber noch nicht vollständig ausgleichen.
Das operative Ergebnis auf Stufe EBIT beträgt, bereinigt um Sondereffekte*, rund 55 Mio. Franken. Im Vorjahr betrug das bereinigte Ergebnis 29 Mio. Franken, was einer Verbesserung von 89 % entspricht. Ohne Bereinigung fällt das ausgewiesene operative Ergebnis mit −198 Mio. Franken (Vorjahr −126 Mio. Franken) deutlich negativ aus. Das Unternehmensergebnis liegt bei -180 Mio. Franken (Vorjahr −125 Mio. Franken).
Die finanzielle Gesamtsituation der Migros Zürich zeigt sich weiterhin solide. Per Bilanzstichtag beläuft sich das Eigenkapital auf 834 Millionen Franken, der Eigenkapitalanteil liegt bei über 61 %. Die getätigten Investitionen von 76 Millionen Franken konnten auch im Berichtsjahr vollumfänglich aus selbst erwirtschafteten Mitteln finanziert werden.
Schweizer Tochterunternehmen auf Erfolgskurs
Der Jahresumsatz des Fitnessunternehmens Movemi AG steigt weiter und beträgt 239 Millionen Franken, was ein Plus von über 9 % ausmacht. In den Anlagen von Activ Fitness und Fitnesspark wurden 2025 von 290'000 Mitgliedern rund 19 Millionen Trainings absolviert.
Die Ospena Group festigt im Jahr 2025 ihre Position in einem herausfordernden Marktumfeld. Der Umsatz wuchs um 1.6 % auf 78 Millionen Franken.
Tegut belastet weiterhin
Die Sanierung bei Tegut führte zu deutlichen Kostenreduktionen und einer Ergebnisverbesserung. Der Verlust des Vorjahres konnte um die Hälfte auf −26 Mio. Franken (Vorjahr −55 Mio. Franken) reduziert werden. Der Umsatzrückgang von 3.1 % in Lokalwährung (inkl. Währungseffekt −4.7 %) aufgrund des angespannten Marktumfelds konnte damit aber nicht aufgehalten werden. Wie bereits bekannt gegeben, belastet die geplante Veräusserung von Tegut das Ergebnis der GMZ massiv.
Konsolidierter Abschluss GMZ-Gruppe
Der konsolidierte Gesamtumsatz der GMZ-Gruppe beläuft sich 2025 auf 4'014 Mio. Franken (−3.9 %; währungsbereinigt −3.3 %). Das Minus ist zurückzuführen auf die Veräusserungen der Fachmärkte in der Schweiz, die Schliessung der Alnatura-Märkte und die rückläufigen Umsätze bei Tegut aufgrund des verschärften Marktumfelds in Deutschland.
Bereinigt um Sondereffekte* liegt das EBIT der GMZ-Gruppe bei rund. 30 Mio. Franken (Vorjahr −10 Mio. Franken), das ausgewiesene operative Ergebnis liegt bei −151 Mio. Franken (Vorjahr −141 Mio. Franken). Das Unternehmensergebnis beläuft sich auf −141 Mio. Franken (Vorjahr −116 Mio. Franken).
Die GMZ-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 insgesamt rund 125 Mio. Franken an Investitionen getätigt. Das Eigenkapital der GMZ-Gruppe beläuft sich trotz des negativen Jahresergebnisses auf weiterhin hohe 1.12 Mrd. Franken oder 56.5 % der Bilanzsumme.
Patrik Pörtig, Geschäftsleiter der Migros Zürich, erklärt: «Wir haben im vergangenen Jahr einen konsequenten Weg beschritten und mit Fokus auf das Supermarktgeschäft unser Portfolio bereinigt. Die deutlichen Verbesserungen im operativen Geschäft sind eine Entwicklung, die mich sehr freut – sie sind dem ausserordentlichen Engagement unserer Mitarbeitenden zu verdanken. Dennoch war das Geschäftsjahr 2025 aufgrund der getroffenen Veräusserungsentscheidungen und Schliessungen eine grosse Herausforderung für die Migros Zürich. Mein besonderer Dank gilt daher allen Mitarbeitenden der GMZ und unserer Tochterunternehmen, die in dieser anspruchsvollen Transformationsphase Herausragendes geleistet haben. Mit Zuversicht blicken wir nach vorn und richten unseren Fokus klar auf unser Kerngeschäft im Heimmarkt Schweiz.»
Ausblick 2026: Expansion
Die Migros Supermarkt-Strategie verfolgt Wachstum; die Migros Zürich trägt mit ihren Expansions- und Revitalisierungsmassnahmen dazu bei. Sie wird 2026 sieben neue Supermarkt- und VOI-Filialen eröffnen und neun bestehende Verkaufsstellen umbauen.
Weiter feiert die GMZ 20 Jahre «Aus der Region. Für die Region.», begleitet von Aktionen und Massnahmen für Kundinnen und Kunden wie Erdbeeren auf dem Feld pflücken oder den beliebten Weihnachtsbaum-Event.
*Sondereffekte: Die Beträge entfallen auf Wertberichtigungen und Forderungsverzichte auf Beteiligungen und Darlehen (ggü. der Tegut-Gruppe), Wertberichtigungen auf Sachanlagen, Restrukturierungsaufwände sowie Rückstellungen für belastende Verträge (insbesondere Fachmärkte und Alnatura).
EBIT-Entwicklung (in TCHF)
GMZ
GMZ-Gruppe
Der vollständige Jahresbericht der Migros Zürich ist online abrufbar: gmz.migros.ch/jahresbericht-2025
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