Navigation

Collage mit Eigenmarken-Produkten und Illustrationen

Unsere Geschichte

Die beliebtesten Eigenmarken: Typisch Migros

Starke und günstige Eigenmarken bilden seit Beginn das Fundament des Migros-Sortiments. Highlights und Fun Facts aus ihrer Geschichte.

Text
Dinah Leuenberger
Datum
Format
Was wir tun

Süssmost: Das erste eigene Migros-Produkt

Gottlieb Duttweiler hat wenig übrig für teure Markenprodukte, das macht er bereits bei der Migros-Gründung zum Thema. Sind deren Produzenten nicht bereit, für die Migros ihre Preise zu senken, wählt Duttweiler von Anfang an einen anderen Weg: er kauft Unternehmen und lässt sie eigene Versionen der Marken-Produkte entwickeln, verkauft als Migros Eigenmarken.

Eine Verkäuferin platziert Süssmost im Verkaufsregal.
© MGB Archiv

1928 kauft die Migros die «Alkoholfreie Weine AG Meilen» und startet damit ihre Eigenproduktion. Das erste Produkt ist Süssmost. Später werden in Meilen auch Konserven produziert, Konfitüren, Fruchtkompotte, und «in Fett gebackene dünne Kartoffelscheiben» namens Tschips – etwas «Neues und Migröliches», steht dazu im Inserat. Diese Produkte kommen jeweils nur kurz aus Meilen. Erst die Herstellung von Backwaren ist von Dauer, die setzt 1930 ein. Bis heute produziert das Migros-Unternehmen, das zwischenzeitlich Midor, und heute Delica heisst, Petit Beurres, Totenbeinli oder Zwieback für die Migros.


Kaffee Zaun: Kopieren mit Humor

Dutti begann früh, eigene Varianten von bekannten Markenprodukten herzustellen und diese günstiger zu verkaufen – was die Hausfrauen freute, denn das schonte das Portemonnaie. Eine der ersten Kopien kam 1931 auf den Markt: als Alternative zum koffeinfreien Kaffee Hag lancierte Dutti den 40 Prozent günstigeren Kaffee Zaun. Eine bewusste Provokation: Name, Verpackung und Slogan sind an Kaffee Hag angelehnt.


OHÄ: Waschen mit Ansage

Eigentlich ist das erste Eigenmarken-Produkt der Migros Süssmost, der ab 1928 verkauft wird. Weitaus bekannter ist aber das Waschmittel OHÄ. Es gehört ab 1931 zum Migros-Sortiment, als Antwort auf das teure Waschmittel von Persil. Was es mit dem Namen auf sich hat? Es ist ein Kürzel für «Ohne HÄnkel», als Anspielung auf den deutschen Persil-Hersteller Henkel.


M-Classic: 20 Rappen fürs Joghurt

Schon 1930 verkaufte die Migros Joghurt. Einzige Sorte: nature. Drei Jahre später auch Erdbeere, Johannisbeere, Himbeere, Citron, Vanille und Orange. 250 Gramm im Glas kosteten 20 Rappen. 1961 kommt der Wegwerfbecher. Seit mehreren Jahrzehnten produziert die Elsa die Migros-Joghurts, viele davon unter den Marken M-Classic, Migros Bio oder Bifidus. Seit der Lancierung von V-Love 2020 stehen auch vegane Joghurtalternativen im Regal.

Frauen stehen um eine Maschine, welche Joghurts abfüllt.
© MGB Archiv

Chocolat Frey: Schoggi für die Nation

Ab 1931 verkauft die Migros Schokolade aus der Eigenproduktion der Jowa. Weil diese mit der hohen Nachfrage nicht mehr mithalten kann, kauft Duttweiler 1950 die Chocolat Frey. Ein Inserat aus dem «Brückenbauer» von 1950 bewirbt die Tafeln Crémant, Giandor, Milch-Nuss und Mahony, die bis heute im Sortiment der Migros geblieben sind.

Eine Giandor Schokoladentafel in einer ursprünglichen Verpackung.
© MGB Archiv

Saverma: Pasta – e basta!

Gute Luft und klares Wasser seien die besten Voraussetzungen für die Teigwarenherstellung, sagte die Migros 1951, und kaufte die Walliser Firma Saverma. Fortan produzierte diese Müscheli, Schnäggli und Spaghetti nach dem neapoletanischen Prinzip: sie liess die Pasta an der Luft trocknen. 1964 wurde die Produktion nach Buchs verlegt, wo 45 Mitarbeitende bis heute Migros-Pasta herstellen; jedes Jahr etwa 22’000 Tonnen!

Eine Frau in einer Fabrik trägt einen Stab über dem Pasta hängt.
© MGB Archiv

Blévita: Snacken à la 1969

Die Blévita-Cracker sind aus dem Migros-Sortiment nicht wegzudenken. Die erste Sorte «Vollkorn» gibts ab 1969, nach und nach sind süsse und salzige Varianten dazugekommen. Neben den Klassikern gehören heute auch Minis, Sandwiches, Limited Editions, Reiscracker oder Pretzels zum Blévita-Sortiment.

Aktuelles Blévita-Sortiment


Seehundglace: Zum Davonschlecken!

Mit «Crèmeglacestängeli» in drei Geschmacksrichtungen lanciert die Migros im Sommer 1975 ein Produkt mit Kultpotenzial. Der Zürcher Grafiker Hans Uster gestaltet die mittlerweile legendäre Verpackung: einen Seehund für Vanille, einen Affen für Erdbeere und einen Bären für Schokolade. Zum 100. Geburi der Migros gibt es dieses Jahr die Duo-Sorte Vanille-Schokolade.

Zum ganzen Sortiment der Seehund-Family


Kult Ice Tea: Durstlöschen wie in Amerika

Fasziniert von einer USA-Reise, wo überall frisch aufgebrühter Tee mit Eis getrunken wurde, hatte der Entwicklungsleiter der Migros eine Idee im Gepäck: Eistee im grossen Stil produzieren. Nach einiger Tüftelei entstand 1984 der Migros Ice Tea: Ein Aufguss, bei dem heisses Wasser durch eine Mischung aus Schwarztee und Hagebutten gepresst wird. Das Rezept ist bis heute gleichgeblieben – die Liebe zum Kult Ice Tea ebenfalls!

Zum Sortiment vom Migros Ice Tea

Meh für d'Schwiiz

Entdecke spannende Geschichten rund um die Migros, unser Engagement und die Menschen dahinter. Weiter stehen wir dir mit praktischen Tipps und Tricks für den Alltag zur Seite.

Alle Stories