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Energie sparen

Diese 8 Stromspartipps solltest du kennen

Soll ich den WLAN-Router in der Nacht abschalten? Welches ist die richtige Temperatur des Tiefkühlers? Unser Autor hat den Stromdetektiv zu sich nach Hause bestellt. Seine Spartipps.

Text Dario Aeberli
Datum
Alles immer ausschalten: Ein Tipp, der einfach zu befolgen ist und beachtliche Wirkung hat. (Bild: Getty Images). 

Alles immer ausschalten: Ein Tipp, der einfach zu befolgen ist und beachtliche Wirkung hat. (Bild: Getty Images)

Nach dem letzten Kaffeetropfen ausschalten 

Leuchtet die Kaffeemaschine noch, nachdem du deinen Espresso längst ausgetrunken hast? Dann solltest du sie von nun an ausstecken, sobald die Tasse voll ist. Denn die Maschine hält das Wasser für den Kaffee so lange warm, bis sie ausgeschaltet ist. Bei einigen Elektrizitätswerken kannst du Strommessgeräte ausleihen. Ein solches zeigt: Der Stromverbrauch schiesst immer wieder in die Höhe (auf bis zu 500 Watt oder mehr), obwohl du gar keinen Kaffee mehr machst. 

WLAN-Router läuft und läuft und läuft… 

Arbeitest du jeden Tag im Homeoffice? Nein? Dann solltest du deinen Router ausstecken, wenn du nicht zu Hause bist. In den meisten Haushalten läuft der ununterbrochen – auch in der Nacht. Etwa 131 Kilowattstunden Strom verbraucht er pro Jahr im Schnitt, was rund 25 Franken kostet. Dein Handy hingegen musst du nicht unbedingt sofort ausstecken, wenn der Akku bei 100 Prozent ist, dessen Stromverbrauch ist vernachlässigbar klein.

Standby frisst viel Strom

Geh nachts einmal durch die Wohnung und achte darauf, wie viele Lichter blinken. Viele Geräte «fressen» auch Strom, wenn man sie gar nicht nutzt. In der Schweiz wird im Standby-Modus jährlich gleich viel Strom verschwendet, wie 200 000 Haushalte in dieser Zeit brauchen.  

Jedes Gerät für seinen Zweck

Achtest du dich auf deinen Stromverbrauch?

Brauchst du deinen TV auch mal, um Musik oder Radio zu hören? Selbst wenn der Bildschirm dabei schwarz bleibt, verbraucht er Strom. Generell solltest du Geräte nur für den Zweck verwenden, für die sie hergestellt wurden: In ihrem Bereich sind sie unschlagbar. Wasserkocher erhitzen Wasser effizienter als jeder Herd. Und Musikboxen beschallen Räume ökonomischer als alle TV-Geräte.

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Der Stromdetektiv

Hardy Schröder (51) ist seit 10 Jahren Energieberater bei den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich. Als Stromdetektiv macht er Hausbesuche und erklärt, wie man Strom spart. 

Restwärme nutzen 

Auf der Packungsbeilage der Lasagne steht, dass sie bei 200 Grad 30 Minuten in den Ofen sollte. Das heisst aber nicht, dass der Ofen so lange eingeschaltet bleiben muss. Bleibt er geschlossen, kühlt er in den zehn Minuten nach dem Ausschalten nämlich nur etwa um zehn Grad ab. Die Restwärme reicht, um die Lasagne fertig zu backen. Ähnliches gilt beim Pastakochen: Mit einem Deckel auf dem Kochtopf kann die Herdtemperatur um etwa vier Stufen reduziert werden. 

Tiefkühler hat zu kalt

Einige Tiefkühlgeräte sind standardmässig auf –25 Grad eingestellt, dabei würden auch –18 Grad reichen, um Lebensmittel zu lagern und deren Nährstoffgehalt zu bewahren. 

Heizen im Team

Hast du dir überlegt, diesen Winter weniger zu heizen? Wenn du nicht in einem Ein-familienhaus wohnst, solltest du dich zuerst mit deinen Nachbarn absprechen. Wenn du die Heizung runterdrehst, dein Nachbar oben aber kalte Füsse kriegt und sie wieder aufdreht, verpuffen deine ­Bemühungen – und zwischenmenschliche Reibungen heizen leider nicht. 

Ausschalten lohnt sich immer

Wenn du einen Raum verlässt, das Licht ausmachst, dann zwei Minuten später zurückkommst und es wieder anschaltest, hast du Energie gespart. Zwar braucht die Lampe für einen Bruchteil einer Sekunde mehr Energie, als wenn sie durchgehend geleuchtet hätte, diese Energie wird aber in der Pause dazwischen locker kompensiert.

Noch mehr Spartipps 

30 Prozent des Gesamtstromverbrauchs der Schweiz fällt in privaten Haushalten an. Ob in Küche, Wohn- oder Badezimmer: Überall lässt sich sparen. Die Tipps dazu findest du hier.

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