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Unsere Klimaziele: Netto-Null bis 2050

Die Migros-Gruppe verfolgt das 1,5 °C-Ziel

Der Weg ist das Ziel: Sämtliche Unternehmen der Migros-Gruppe haben sich bis 2030 ambitionierte Etappenziele gesetzt, um bis spätestens 2050 Netto-Null zu sein. Dies bedeutet, dass unter dem Strich keine Treibhausgase mehr ausgestossen werden. Die Ziele wurden von der international anerkannten Science Based Targets Initiative SBTi explizit validiert. Damit ist die Migros-Gruppe kompatibel mit dem Pariser Klimaabkommen und setzt sich dafür ein, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu beschränken.

  • Unser Ziel:

    2050

    … stösst die gesamte Migros-Gruppe unter dem Strich keine Treibhausgase mehr aus.

Das Maximum reduzieren

Die Klimastrategie der Migros-Gruppe handelt prioritär davon, Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Klingt logisch, oder? Ist aber um einiges komplizierter. 

Zum einen geht es um den Stromverbrauch, den Wärmeverbrauch durch Heizungen sowie den Treibstoff für die Migros-Fahrzeuge. Das wird im sogenannten Scope 1 und 2 abgebildet. Hier haben wir uns als Migros-Gruppe zum Ziel gesetzt, unsere Emissionen bis 2030 absolut um 70 Prozent zu reduzieren (Basisjahr 2019).

Netto-Null bis 2050
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Wie sparen die restlichen Gruppenunternehmen Treibhausgase ein?

Bei der Migrol werden z. B. klimafreundliche Heiz- und Treibstoffe gefördert. Bei der Migros-Bank wird der CO2-Ausstoss pro m2 bei den Hypotheken und das Erwärmungspotenzial (Temperature Rating) bei den eigenen Fonds reduziert. Hotelplan hat sich der Glasgow Declaration on Climate Action in Tourism – die eine Halbierung sämtlicher Emissionen bis 2030 fordert – angeschlossen.

In der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, im sogenannten Scope 3, wird es bereits etwas komplizierter. Denn hier sind wir auf die Unterstützung unserer Lieferant*innen angewiesen, um die eigenen Ziele zu erreichen. Aktuell setzen sich 67% aller unserer Lieferant*innen bis spätestens 2026 eigene wissenschaftlich basierte Reduktionsziele. So motivieren wir sie zu mehr Klimaschutz, lassen ihnen aber auch die entsprechende Freiheit in der Umsetzung. Realistisch ist eine Reduktion der Treibhausgasemissionen im Scope 3 bis 2030 um rund 27,5 Prozent.

So setzen wir unsere Ziele um

In den Bereichen, wo wir direkten Einfluss haben (Scope 1 und 2), dürfte Netto-Null auch früher als 2050 zu erreichen sein: Denn wir beziehen 100% erneuerbare Elektrizität ab 2021, peilen 100% erneuerbare Wärmeerzeugung bis 2040, 100% natürliche Kältemittel in unseren Kälteanlagen bis 2040 und über 70% erneuerbare Antriebe bis 2030 an:

  • 1

    Keine neuen fossilen Heizungen mehr

    Bestehende nicht erneuerbare Heizsysteme werden ersetzt, beispielsweise durch Abwärmenutzung, Wärmepumpen oder Holzfeuerungen.

  • 2

    Warentransporte mit alternativen Antriebstechnologien

    Mit erneuerbar hergestelltem Wasserstoff, Elektroantrieben oder Biogasfahrzeugen.

  • 3

    Erneuerbarer Strom

    Den restlichen benötigten Strom produzieren wir mit unseren Photovoltaikanlagen oder beziehen ihn aus erneuerbaren Quellen (vornehmlich Wasserkraft).

In der Wertschöpfungskette (Scope 3) verfolgen wir zwei grosse Stossrichtungen. Einerseits möchten wir möglichst viele Lieferant*innen zu eigenen SBTi-Zielen motivieren. Diese werden von uns teilweise finanziell unterstützt, indem wir die verbleibenden betrieblichen Emissionen im Scope 1 und 2 mit nachhaltigen Projekten in der Migros-Lieferkette kompensieren. Andererseits setzen wir auf direkte Reduktionsmasnahmen.

Als Beispiele:
 

  • 4

    Förderung von Biogas-Anlagen

    Organische Stoffe können recycelt und in Biogas umgewandelt werden. Dadurch entsteht Energie (Gas) sowie Dünger für die Landwirtschaft.

  • 5

    Effizientere Fütterung von Nutztieren

    Die Verwendung von nachhaltig zertifizierten Futtermitteln (z. B. Soja aus Europa) reduziert Klimagasemissionen.

  • 6

    Beheizung der Gewächshäuser mit ausschliesslich erneuerbaren Energien

    Bis 2025 werden Früchte und Gemüse aus der Schweiz nur noch fossilfrei angebaut. Das spart jährlich 75 000 Tonnen CO2.

Bilder: Getty Images

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