
Kreislaufwirtschaft
Plastiksammeln: Wie geht es? Was bringt es?
Wie funktioniert der Recybag und was passiert mit dem Migros-Plastiksammelsack? Wir klären auf.
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Verpackung
Wir müssen reden! Über Verpackungen. Denn wie bei so vielem gibt es auch hier nicht nur Schwarz oder Weiss.
An ihnen scheiden sich die Geister: Verpackungen. Welche sind nötig? Welche schaden der Umwelt am wenigsten? Was passiert mit ihnen, wenn wir sie dem Recycling zuführen? Tatsächlich können Verpackungen auch nachhaltig sein, etwa indem sie Lebensmittel vor dem Verderb schützen und so Food Waste vermeiden.
Unser Ziel ist, nur dort Verpackungen einzusetzen, wo sie sinnvoll sind, und sie danach in einem vollständigen Wertstoffkreislauf wiederzuverwenden.
Unsere vier Schwerpunkte, um Verpackungen ökologischer zu gestalten:
Kreislaufschliessung: Wir setzen auf rezyklierte Materialien zur Gestaltung unserer umweltfreundlichen Verpackungen.
Mehrweg statt Einweg: Wo sinnvoll, setzen wir auf Mehrweg-Verpackungen als Alternative.
Materialreduktion: Unsere Faustregel lautet, je leichter eine Verpackung, desto ökologischer!
Innovative Verpackungslösungen: Neue Materialien und Verpackungslösungen werden laufend geprüft.
Ein Produkt zu verpacken ist eine Wissenschaft für sich. Denn jede Verpackung muss unterschiedlichsten Ansprüchen genügen und ist von diversen Faktoren abhängig.
Eine Verpackung soll:
das Produkt schützen (Haltbarkeit und Hygiene),
Informationen vermitteln (Herkunft, Inhaltsstoffe, Haltbarkeitsdatum, usw.),
das Produkt ansprechend präsentieren,
gut transportierbar sein in der Logistik,
praktisch sein in der Anwendung,
möglichst umweltfreundlich und rezyklierbar sein,
wenig kosten.
Wir sind erst dann mit einer Verpackung zufrieden, wenn diese über ihren gesamten Lebensweg hinweg ein optimales Verhältnis aller Faktoren aufweist. Manchmal lassen wir Verpackungen auch einfach weg: Bio Bananen, Bio Birnen, Bio Auberginen – das sind nur einige Produkte, die bei der Migros ohne Plastik-Mänteli und im Offenverkauf daherkommen. Auch setzen wir bei ausgewählten Produkten lieber auf Natural Branding Labels, die den kleinen Plastikkleber ersetzen. Das bedeutet: noch mehr natürlich angebotene Produkte und ein noch besseres Gewissen.
Wir arbeiten stets daran, Verpackungsmaterial einzusparen oder ökologisch zu optimieren. Sehr oft wird dabei der Plastikanteil reduziert. Wo möglich reduzieren wir die Verpackungsmenge, nutzen Recycling-Materialien oder verpacken unsere Produkte umweltfreundlicher. Heisst konkret? Wir senken beispielsweise den Plastikanteil in diversen Verpackungen für Anna’s Best & M-Classic Fertiggerichte: Dank einer dünneren Schale mit verstärkten Seitenwänden können wir jedes Jahr insgesamt 20 Tonnen Kunststoff einsparen. Auch sind optimierte Verpackungen nicht immer offensichtlich, etwa wenn Recycling-Material oder FSC-Karton aus nachhaltiger Waldwirtschaft eingesetzt wird.
Umweltfreundlicher heisst:
Wir nutzen ökologischeres Material, beispielsweise FSC-Papier anstelle von konventionellem Papier.
Wir setzen einen anderen Verpackungstyp ein, beispielsweise Beutel statt Dosen.
Ein sehr grosser Teil unserer Verpackungen ist bereits zertifiziert. Das ist aber kein Grund, uns auf die faule Haut zu legen. Wir arbeiten weiter daran, in den nächsten Jahren weitere Papier- und Kartonverpackungen der Migros-eigenen Industrieunternehmen auf Recyclingbasis oder FSC-zertifiziertes Material umzustellen.
Auf der Suche nach der optimalen Verpackung, die möglichst umweltfreundlich ist, arbeiten wir mit Ökobilanzen. Die von der Migros berechneten Ökobilanzen berücksichtigen den ganzen Lebensweg der Verpackungen, von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. Dabei untersuchen wir die Auswirkungen auf die Umwelt, zum Beispiel die Klimabelastung durch CO₂ oder die Versauerung von Böden.
Weisst du, was in die Tonne darf? Mit unseren Tipps und Tricks wird Recycling nicht nur einfach, du sparst auch eine Menge Abfall ein.