Blaue Flaschen aus Glas stehen eng nebeneinander

Entsorge ich eigentlich richtig?

Das grosse Recycling-Quiz

Teste dein Wissen zum Entsorgen von Pizzakartons, Frittieröl, Konservendosen, Korkzapfen und Co. und erfahre spannende Fakten zum Recycling.

Von
Cilgia Grass, Ringier Brand Studio
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So sieht die Recycling-Situation in der Schweiz aus

Die Zahl ist beachtlich: Über 700 Kilogramm Abfall produzieren wir Schweizerinnen und Schweizer jährlich pro Kopf! Damit gehören wir zu den Spitzenreitern in Europa. Immerhin recyceln wir auch fleissig: 2021 konnten beispielsweise 95 Prozent des Altglases wiederverwertet werden. Beim Aluminium waren es 91 Prozent, bei den PET-Getränkeflaschen über 82 Prozent. Das besagt eine Statistik des Bundesamts für Umwelt (BAFU).

Wie engagiert sich die Migros im Recycling?

Bei der Migros betrug die Recycling-Quote 2022 insgesamt 77,9 Prozent. Letztes Jahr schaffte sie beim PET-Recycling mit 8409 Tonnen gesammelten PET-Getränkeflaschen gar den Rekord unter den Schweizer Detailhändlern. Bei den Alukapseln hat sie sich ausserdem zum Ziel gesetzt, die Rücklaufquote auf 75 Prozent zu steigern. Daher hat sie die Sammelstellen erweitert und eine Zusammenarbeit mit Nespresso lanciert. In Sachen Plastik-Recycling läuft zudem ein Migros-Pionierprojekt mit einem Plastik-Sammelsack.

Quellen: igora.ch, ferrorecycling.ch, swissrecycle.ch, bafu.admin.ch

Warum ist Recycling so wichtig?

  • Recycling schont unsere immer knapper werdenden Ressourcen.

  • Bei der Wiederaufbereitung wird weniger Energie verbraucht, als wenn man ein Produkt oder auch ein Material neu produzieren muss.

  • So wird weniger CO2 freigesetzt, das unserem Klima schadet.

  • Und nicht zu vergessen: Durch Recycling fällt weniger Abfall an, der verbrannt werden muss und dabei Schlacke hinterlässt, die ihrerseits entsorgt werden muss.

Was passiert mit den recycelten Materialien?

Aus den recycelten Materialien werden oft neue Verpackungen hergestellt. Glas etwa lässt sich unendlich oft einschmelzen und wieder als Konfiglas oder Flasche verwenden. Auch Aluminium kann immer wieder eingeschmolzen und neu benutzt werden – ohne Qualitätsverlust. So werden aus alten Alu-Getränkedosen wieder neue Dosen oder andere hochwertige Aluprodukte. Nespresso hat in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Lifestylebrand Vélosophy gar ein Fahrrad herausgebracht, das aus recycelten Alukaffeekapseln hergestellt wird.

Auch Altpapier wird wiederaufbereitet, etwa als Recycling-WC-Papier, Recycling-Kosmetiktücher oder in Form von Recycling-Couverts oder -Kopierpapier. Und aus alten PET-Getränkeflaschen entsteht Recycling-PET, auch R-PET genannt, das zu neuen PET-Flaschen geformt wird. Beim Aproz-Mineralwasser der Migros vollzieht sich der ganze Kreislauf sogar zu 100 Prozent in der Schweiz. Auch Produkte werden immer häufiger teilweise oder ganz aus R-PET gefertigt, zum Beispiel für Schirme, Schuhe, Taschen oder Koffer.

Das hat der Kreis der Linie voraus

Es gibt unterschiedliche Arten, mit Produkten umzugehen. Nehmen wir das Beispiel Kaffeemaschinen: Wir können Erdöl und Eisen gewinnen, um daraus Materialien wie Plastik respektive Edelstahl herzustellen, die wir zur Produktion des Gehäuses und der Einzelteile brauchen. Wir produzieren danach Kaffeemaschinen, die wir benutzen, bis sie nicht mehr funktionieren oder wir sie nicht mehr wollen. Dann werfen wir sie weg.

Nachteil dieser linearen Wirtschaft: Wir verbrauchen viele Ressourcen und produzieren viel Abfall. Zudem gehen in der Kehrichtverbrennung oder auf der Mülldeponie wertvolle Stoffe unwiderruflich verloren.

In der Kreislaufwirtschaft hingegen produzieren wir Kaffeemaschinen, die sich recyceln oder reparieren lassen (wie zum Beispiel diejenige von CoffeeB). Das heisst, die Geräte sind aus wiederverwertbaren Stoffen gemacht und verfügen über Ersatzteile. Wenn sie nicht mehr funktionieren, bringen wir sie zur Reparatur. Ist nichts mehr zu machen, werden die in ihnen enthaltenen Wertstoffe recycelt und für die Herstellung von neuen Produkten verwendet. Brauchen oder wollen wir die Kaffeemaschine nicht mehr, verschenken wir sie oder bringen sie ins Brockenhaus. Dann kann sie jemand anders benutzen, bis sie am Ende ihres Lebenszyklus angekommen ist und recycelt werden kann.

Vorteil der Kreislaufwirtschaft: Die wertvollen Stoffe werden lange im Kreis gehalten. Dadurch müssen weniger Ressourcen abgebaut werden. Und wir produzieren weniger Abfall.