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Gehackter Spinat in einer Bratpfanne

Reste verwerten

Diese Speisen solltest du nicht wieder aufwärmen

Vorkochen, Reste aufwärmen – viele sind dankbar für einen schnellen Zmittag. Aber was kann man aufwärmen und was ist ein Fall für die Tonne? Wir klären auf zwischen Mythos und Wirklichkeit.

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Claudia Schmidt
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Getty Images
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Reis

Du hast Reis vom Vorabend, der am Morgen noch im Topf auf dem Herd steht? Den solltest du entsorgen. Beim langsamen Abkühlen vermehren sich nämlich spezielle Bakterien im Reis, die Giftstoffe produzieren. Wenn du den Reis am Vorabend aber in den Kühlschrank gestellt hast, steht dem Aufwärmen nichts im Weg. Der Reis sollte gut erhitzt werden. Das geht sowohl in der Pfanne auf dem Herd, im Backofen bei 150° C oder in der Mikrowelle. Der Reis sollte gut dampfen. Länger als einen Tag solltest du den Reis aber nicht aufbewahren.

Pilze

Pilzgerichte aufwärmen war noch für viele Gross- und Urgrosseltern ein No-Go. Pilze verderben aufgrund des hohen Eiweissgehalts sehr schnell – besonders bei Zimmertemperatur. Als es noch keine guten Kühlmöglichkeiten gab, war es deshalb sinnvoll, Pilze nicht wieder aufzuwärmen. Gibt man aber ein Geschnetzeltes mit Pilzen oder ein anderes Gericht noch warm in den Kühlschrank, verdirbt das Gericht nicht so schnell. Am folgenden Tag kannst du es bedenkenlos erwärmen. Achte aber darauf, dass du mindestens 70° C erreichst, sodass Keime unschädlich gemacht werden. Mehrmaliges Aufwärmen solltest du vermeiden.

Spinat

Ähnlich wie bei Pilzen galt lange: auf keinen Fall aufwärmen. Auch hier sind Bakterien für diesen Ratschlag verantwortlich. Sie wandeln das im Spinat enthaltene Nitrat zu Nitrit um, das für den menschlichen Körper schädlich sein kann. Kühlt man aber das Spinatgericht schnell ab und lagert es im Kühlschrank, kann man den Prozess stoppen und den Spinat am folgenden Tag unproblematisch wieder erhitzen. Auch hier gilt: Spinat über 70° C erhitzen, um mögliche Keime abzutöten. Hast du den Spinat aber schon einmal aufgewärmt, solltest du ihn nicht weiter aufbewahren. Einmaliges Aufwärmen ist unproblematisch, weiteres Erwärmen ist nicht empfehlenswert.

Fisch

Auch bei Fisch galt lange: bloss nicht wieder aufwärmen. Auch bei dieser Empfehlung spielten fehlende Kühlmöglichkeiten eine Rolle, denn bei Zimmertemperatur zersetzt sich das Eiweiss im Fisch schnell. Kühlt man den Fisch schnell im Kühlschrank herunter, lässt er sich am nächsten Tag noch aufgewärmt geniessen. Gut erhitzen ist auch hier der Schlüssel zum Genuss. Mehrtägiges Aufbewahren oder mehrmaliges Erhitzen ist auch hier nicht empfehlenswert.

Poulet

Das Poulet lässt sich unproblematisch wieder erhitzten. Wie eigentlich bei allen Speisen gilt: Einmal gut erhitzen (über 70° C) ist unbedingt notwendig.

Nudeln und Kartoffeln

Immer wieder findet man Informationen im Netz, dass man Nudeln und Kartoffeln nur bedingt wieder aufwärmen sollte. Und ja, das stimmt wie bei allen anderen Speisen: Bei Zimmertemperatur vermehren sich Keime schnell und lassen ein Gericht schnell verderben. Im Kühlschrank aufbewahrte Kartoffeln und Nudeln lassen sich aber sehr unproblematisch wieder aufwärmen. Auch hier gilt: gut erhitzen.

Geruch und Geschmack

Letztlich sollte man bei allem, was man aufbewahrt, immer alle Sinne walten lassen. Was nicht mehr gut aussieht, riecht oder schmeckt, ist leider ein Fall für die Tonne.

Abkühlen und erhitzen – alles Blödsinn?

Du denkst: Ich habe schon immer auch Gerichte vom Vortag auf dem Herd wieder erhitzt, und mir ist nie schlecht geworden? Wozu abkühlen, ich esse es am nächsten Tag doch auf? Das mag sein. Dann erschüttert deinen Magen vielleicht so schnell nichts. Aber empfindliche Menschen, Kinder, ältere Personen und Kranke reagieren möglicherweise «auf die paar Keime» völlig anders. Deshalb: ab in den Kühlschrank mit dem Essen und später gut erhitzen.

Food Waste vermeiden

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