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Das Gelbe vom Ei

Mehr Respekt für Hähne

Sie bestehen auf einen rücksichtsvollen Umgang mit Tieren? Wir auch! Deshalb finden Sie in unseren Filialen «Respeggt»-Eier, für deren Produktion keine männlichen Bibeli sterben müssen. Mit diesem neuen Verfahren setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen die weltweit gängige Praxis des Kükentötens.

Bestimmte Hühnerrassen eignen sich für die Mast, bei anderen wiederum legen die Hennen viele Eier. Bei Letzteren erwartet die Hähne aus wirtschaftlichen Gründen heute ein trauriges Schicksal: Millionen von männlichen Küken werden nach dem Schlupf getötet. Denn sie legen keine Eier und setzen zu wenig schnell Fleisch an. Das ethisch problematische Prozedere hat uns angespornt, neue Wege zu suchen – und sie nun auch zu gehen. Eine Alternative zum Kükentöten bietet das erste, marktreife Seleggt-Verfahren. Dabei bestimmt eine Hormonanalyse das Geschlecht des Tiers bereits im Ei.

Was Bio und Demeter für männliche Küken bedeuten

Neben den Respeggt-Produkten führen wir auch Demeter- und Bio-Eier in unserem Sortiment. Hier schlüpfen auch die männlichen Küken – eine Selektion ist unter diesen Gütesiegeln nämlich nicht erlaubt. Bei den Bio-Eiern werden heute die männlichen Küken nach dem Schlüpfen getötet; diese Praxis soll sich bis 2026 ändern. Bio Suisse hat entschieden, bis dann auf so genannte Zweitnutzungshühner umzustellen. Dann werden weiterhin alle Eier ausgebrütet – aber keine Küken mehr vergast. So wird es heute bereits unter dem Label Demeter gemacht. Die sogenannten Bruderhähne der Legehennen kommen in die Mast und gelangen später als ganze Tiere in die Läden. Sie sind etwas weniger fleischig. 

Henne oder Hahn?

Ein Tröpfchen Flüssigkeit aus dem Innern des Eis reicht, um weibliche oder männliche Hormone zu bestimmen. In einem patentierten Verfahren geben die Fachpersonen anschliessend einen sogenannten Marker bei, der eine Farbreaktion auslöst. So können die Bruteier von Hennen und Hähnen mühelos getrennt werden. Noch existieren in der Schweiz keine solchen Anlagen. Unsere Legehennen schlüpfen deshalb in Holland und kommen am Tag danach zu uns. Hier wachsen sie als Schweizer Freilandhühner auf. Die aussortierten männlichen Eier wiederum werden zu Tierfutter verarbeitet – die Hähne schlüpfen also gar nicht erst.

Glückliche Hühner, zufriedene Kundschaft

Wir setzen uns für eine respektvolle Behandlung der Bibeli ein und für glückliche Hühner. Aber auch für eine zufriedene Kundschaft. Eier ohne Kükentöten anzubieten, ist unser erster Schritt dazu. Die Respeggt-Produkte erhalten Sie seit Juni 2021 in all unseren Filialen. Wir beobachten zudem die rasante Entwicklung der Methoden für die Bestimmung der Geschlechter in Eiern aufmerksam.

Deutschland bereitet den Weg

In Deutschland setzte die Bundesregierung dem Kükentöten auf 2022 ein Ende – als erstes Land der Welt verbietet sie seit 2022 dieses Vorgehen. Auch in der Schweiz sind diverse politische Vorstösse rund um das Thema hängig. Seit Januar 2020 ist zudem das Schreddern von Küken hierzulande nicht mehr erlaubt. Im Rahmen der Branchenlösung von GalloSuisse soll ausserdem in konventionellen Schweizer Brütereinen ab Ende 2023 das Geschlecht im Brutei bestimmt werden, sodass nur noch weibliche Küken schlüpfen werden.

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3 Mio.

männliche Küken werden in der Schweiz jährlich getötet. Das muss nicht sein.

Seit November 2020 führen wir schrittweise Respeggt-Eier in unseren Filialen ein. Diese Eier garantieren, dass keine lebenden Hühner getötet werden, da männliche Küken schon im Ei bestimmt und aussortiert wurden.

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Eierkarton mit Respeggt-Eiern

Mehr Infos über die Legehenne Ihrer Respeggt-Eier.

Von der Brüterei bis zur Packstelle: Der Code auf Ihrem Ei ist der Schlüssel zu mehr Informationen über die Legehenne, Produktion und Lieferkette – und das Versprechen «Ohne Kükentöten».

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95%

der Hähne werden bei Respeggt-Eiern erkannt und aussortiert.

Die anderen 5 Prozent liegen im Fehlerbereich der Analyse. Diese männlichen Tiere dürfen zusammen mit ihren Schwestern aufwachsen und werden nach zwölf Wochen geschlachtet. Ihr Fleisch kommt in der Schweiz in die Läden.

Kein Ei wie das andere

Bei der Eierproduktion gibt es ein ungelöstes Problem: Hähne legen keine Eier und werden deshalb meist nach der Geburt getötet. Demeter und Respeggt haben zwei unterschiedliche Lösungen und beide gibt es in der Migros. Welche das sind, erfahren Sie im Podcast «Chrut und Rüebli».

Für uns das Gelbe vom Ei

Sich auf der Weide bewegen und scharren bedeutet für Hühner mehr Lebensqualität. Aus diesem Grund führt die Migros als erste Schweizer Detailhändlerin nur noch Frischeier aus Freilandhaltung.

Vom Stall ins Migros-Regal

Freilandeier, Respeggt und Demeter: In unserem Sortiment finden Sie eine ganze Palette an Eiern von glücklichen Hühnern!

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Pflanzenbasierte Eier liegen auf einem Teller mit etwas Schnittlauch und Salz

Migros präsentiert: Das erste pflanzliche hartgekochte Ei

Die Ei-Sensation wurde von der Migros Eigenindustrie entwickelt und wird in der Schweiz hergestellt. Die Huhn-Ei-Frage ist somit geklärt: Bei «V-Love The Boiled» kam das Ei zuerst – ein Huhn braucht es gar nicht erst.

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100%

der frischen und gekochten Migros-Hühnereier sind aus Freilandhaltung.

Die frischen und hartgekochten Hühnereier in der Migros gibt es ausnahmslos aus Freilandhaltung – von bio bis M-Budget.

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50 : 50

ist das Verhältnis von männlich zu weiblich bei der Demeter-Haltung.

Demeter Schweiz produziert nach «Hahn im Glück»-Richtlinien. Das heisst, hier gibt es wie bei den Respeggt-Eiern kein Kükentöten, denn sowohl weibliche als auch männliche Küken werden grossgezogen.

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189

Eier geniessen wir pro Kopf und Jahr.

Das sind fünf mehr als im Vorjahr 2019 – in Mexiko und Japan ist der Konsum gar doppelt so hoch. 121 unserer 189 Eier stammen aus der Schweiz, wo fleissige Hennen total 1 064 Milliarden Stück gelegt haben.

Mehr Statistik

Es gibt auch bei den Hühnern unterschiedliche Charaktere: Stallhocker genauso wie neugierige Wiesengänger.

Patrick Wüst, Jungbauer von 9900 Freilandhühnern in Kloten, ZH

Ei(n)blick in den Hühnerstall

Drinnen wie draussen kann sich jedes Huhn frei bewegen und hat Platz zum Ruhen, Flattern, Picken und Scharren.

Keine Kompromisse – zum Wohl der Tiere

Unseren Beitrag für mehr Tierwohl erzielen wir durch hohe Anforderungen an unsere Lieferanten. Wenn immer möglich wird bei Fleisch, Milchprodukten und Eiern auf Schweizer Herkunft geachtet. Mit Labels wie IP-Suisse und Migros-Bio demonstrieren wir unsere hohen Ansprüche und machen es Ihnen leicht, sich durch Ihren Einkauf ebenso für das Wohl der Tiere einzusetzen.

Nur noch Freilandeier

Die Umstellung auf 100% Freilandeier erfolgte bis November 2020 etappenweise nach Genossenschaft. Auch die Eier, die importiert werden, wurden bis Ende 2020 auf Freilandhaltung umgestellt. Dies gilt für die frischen und gekochten Hühnereier, die wir verkaufen. Bei vielen verarbeiteten Produkten mit Eiern, zum Beispiel in der Mayonnaise und bei den Eierteigwaren, wurde ebenfalls auf Freilandhaltung umgestellt.

Eine Gruppe Hühner sonnt sich im Freiland

Freilandhaltung: ideal für Hühner

Die Hühner leben im Stall und im Wintergarten – einem gedeckten und geschützten Aussenklimabereich. Entscheidend für die Freilandhaltung ist jedoch der Zugang zum Freien. Draussen können die Hühner wie im natürlichen Lebensraum nach Würmern und Kleintieren suchen, picken und scharren und so ihr angeborenes Futtersuch-Verhalten noch besser ausleben. Zudem sorgt die Weide für zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten und Abwechslung. Die Migros gibt all ihren Freilandbetrieben vor, wie die Weide mit Unterstandmöglichkeiten zu gestalten ist und geht damit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

Eier ohne Kükentöten

Jedes Jahr werden in der Schweiz ca. 3 Millionen männliche Küken im Rahmen der Eiererzeugung getötet. Dies geschieht, weil die männlichen Tiere keine Eier legen und für die Pouletmast eine andere Hühnerrasse genutzt wird.

Für die Mast sind es Rassen, die sehr schnell und extrem effizient Fleisch ansetzen können. Für die Eierproduktion sind es Rassen, deren weibliche Tiere eine sehr hohe Legeleistung haben. Die männlichen Tiere der Legerassen hingegen können weder Eier legen noch schnell genug Fleisch ansetzen. Sie brauchen viel mehr Futter für das gleiche Gewicht. Es ist im grossen Stil deshalb weder aus wirtschaftlichen noch ökologischen Gründen sinnvoll, die Männchen der Legerassen zu mästen. Deshalb werden die Küken nach dem Schlüpfen getötet.

Das ist ein Problem, das die Migros schon länger beschäftigt. Jetzt gibt es zwei Lösungen dafür: Eier von Respeggt und von Demeter.

Respeggt-Eier sind Eier, welche von Legehennen stammen, die noch im Ei die Geschlechtsbestimmung durchliefen. So kann vermieden werden, dass männliche Küken ausgebrütet und diese später getötet werden. Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.respeggt.com

Die Migros will gegen das Kükentöten vorgehen. Die Forschung wurde deshalb seit Jahren aktiv verfolgt. Es freut uns, dass die Migros nun erste Respeggt-Eier im Sortiment anbieten kann.

Ab November 2020 in den grösseren Filialen der Genossenschaften Zürich und Genf. Ab Juni 2021 dann auch in allen übrigen Migros-Genossenschaften.

Die Hühner werden als Schweizer Freilandhühner gehalten. Geboren wurden diese Hühner in Holland, da dort die Geschlechtsbestimmung vorgenommen wird. Die Küken gelangen anschliessend ein Tag nach dem Schlüpfen in die Schweiz.

Die Anlagen zur Geschlechtsbestimmung im Brutei sind aktuell nicht in grosser Zahl verfügbar und es erfolgen auch immer wieder technische Weiterentwicklungen, sodass noch keine solche Anlage in der Schweiz verfügbar ist. Mittel- bis langfristig ist das jedoch das Ziel.

Das Verfahren für die Geschlechtsbestimmung ist aufwendig und teuer. Zudem müssen männliche Tiere (die Methode hat eine Treffergenauigkeit von ca. 95%), die schlüpfen, gemästet werden. Die Kosten des Mästens übersteigen den Ertrag der Fleischverwertung.

Die Produktionskosten in der Schweiz sind höher als im Ausland. Das hängt hauptsächlich mit der Betriebsgrösse und den Futterkosten zusammen. In der Schweiz sind die Betriebe viel kleiner und nach oben begrenzt. Das Futter macht ca. 45% der Gesamtkosten der Eierherstellung aus. In der Schweiz sind die Futterkosten ca. 2,5-mal so hoch wie im Ausland, da viel inländisches Getreide verfüttert wird und hohe Grenzabgaben beim Import von Futtermitteln bestehen.

Die Bio-Branche akzeptiert bis heute keine Methoden, bei welchen eine Geschlechtsselektion vorgenommen wird. Man strebt in diesem Bereich die Bruderhahnmast oder die Produktion von Eiern mit Zweinutzungshühnern an.

Bei Demeter werden die männlichen Küken aufgezogen, gemästet und kommen als Poulets in die Läden. Mehr zu Demeter erfahren Sie hier: https://demeter.ch/demeter-produkte-2/eier/.

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