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Was Sie schon immer über Eier wissen wollten

Der Käfer fliegt auf Migros-Eier

Ab August verkauft die Migros Eier, die nach dem IP-SUISSE-Standard produziert werden. Was das bedeutet? Erfahren Sie's hier – zusammen mit weiteren spannenden Fakten rund um das Ei.

Warum ist ein Ei so stabil?

Weil es beim Legen und Brüten nicht zerbrechen darf. Die Schale eines Hühnereis ist zwar nur 0,4 Millimeter dick, besteht aber aus sehr hartem Calciumcarbonat. Hinzu kommt der Aufbau der Schale, die aus vielen kleinen nebeneinanderliegenden Säulen besteht, wodurch das Ganze viel Druck aushält. Ausserdem ist die gebogene Schalenform die stabilste, die es gibt. Durch die Rundung wird Druck über die ganze Ei-Form verteilt.

Wieso sind Eierschalen mal weiss und mal braun?

Das hängt von der Hühnerrasse ab. Was für eine Farbe die Eier eines Huhns haben, lässt sich zuverlässig an einem Hautlappen unter dem Ohr erkennen. Neben den bekannten Legerassen gibt es aber noch viele andere, deren Eier zum Beispiel dunkelbraun, grünlich oder rötlich aussehen.

Wie lange sind Eier haltbar?

Bis zu 28 Tage nach dem Legen. Ein Ei besitzt während 21 Tagen einen natürlichen Schutz – das ist die Zeit, in der das Küken heranwächst und schlüpft. Laut schweizerischer Lebensmittelgesetzgebung dürfen Konsumeier bis 21 Tage nach dem Legen verkauft werden. Die Mindesthaltbarkeitsangabe darf 28 Tage nicht überschreiten.

Gehören Eier in den Kühlschrank?

Ja. Und: Verwenden Sie für Speisen mit frischen Eiern wie Tiramisu immer nur Eier, die nicht älter als 21 Tage sind.

Woran erkennt man, ob man ein Ei nicht mehr essen sollte?

An seinem unangenehmen Geruch. Hilfreich kann auch der Schwimmtest sein: Wenn das Ei in einem Glas Wasser sinkt, kann es gekocht noch gegessen werden. Nicht jedoch, wenn es oben aufschwimmt.

Gibt es Geschmacksunterschiede je nach Herkunft oder Haltung der Hühner?

Nein. Aber das eingesetzte Futter kann zu verschiedenen Geschmacks- oder Farbnuancen des Dotters führen.

Wie viele Eier legt eine Henne pro Woche?

6 bis 7 – pro Jahr sind es 300 bis 320.

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Boden-, Freilandhaltung, Bio, Demeter – was ist der Unterschied zwischen all diesen Haltungsformen?

Bei der Freilandhaltung können die Hennen im Unterschied zur Bodenhaltung täglich auf die Weide und haben ein Legenest zur Verfügung. Bei Bio-Eiern haben die Hennen im Stall und auf der Weide mehr Platz, zudem ist die erlaubte Herdengrösse auf 2000 Hennen limitiert. Der Demeter-Standard schreibt zudem vor, dass männliche Küken aufgezogen und nicht getötet werden.

Wieso werden männliche Küken in der Regel getötet?

Die männlichen Tiere legen keine Eier und setzen zu wenig und zu langsam Fleisch an, sodass sie für eine wirtschaftliche Fleischproduktion nicht geeignet sind. Derzeit jedoch wird weltweit geforscht, um die Tötung vermeiden zu können. In der Migros gibt es bereits zwei Produkte, bei denen die männlichen Küken nicht getötet werden. Bei den «Respeggt»-Eiern (in grösseren Filialen und bei Migros online erhältlich) werden männliche Küken schon im Ei erkannt und vor dem Schlüpfen aussortiert. Bei den Demeter-Eiern werden sie trotz allem aufgezogen und zu Geflügelspezialitäten oder Suppenhühnern verarbeitet.

Wie kann ich für Ostern nachhaltig Eier färben?

Zwiebelschalen, Randen und Rotkohl sind natürliche Farben. Zerkleinern Sie die Pflanzen und kochen Sie sie 20 bis 40 Minuten zu einem Sud und sieben Sie diesen. Tauchen Sie die Eier danach für mindestens eine halbe Stunde darin. Lesen Sie dazu unsere Beiträge «Bunte Eier für frohe Ostern» oder «Ostereier – aber natürlich!».

Was war zuerst, das Huhn oder das Ei?

Darüber haben sich schon viele Gelehrte den Kopf zerbrochen! Doch eigentlich muss es das Ei gewesen sein – nicht zuletzt, weil schon Dinosaurier Eier legten zu einer Zeit, als es noch keine Hühner gab. Genaueres dazu finden Sie auf Youtube.

Wie steht es um die Nachhaltigkeit bei Eiern aus der Migros?

Migros verkauft ab August 2022 nur noch Schaleneier, mindestens nach dem IP-Suisse-Standard produziert werden. Die Zusammenarbeit mit IP Suisse trägt zu einer umweltschonenderer Eierproduktion bei. Die Landwirte werden Anpassungen auf dem Hof vornehmen, um die Biodiversität zu fördern und die Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren.

Alle rohen und gekochten Eier, die in der Migros zum Verkauf stehen, stammen seit Ende 2020 ausschliesslich aus Freilandhaltung. Das heisst, die Hennen können unter anderem täglich auf die Weide und haben etwa ein Legenest zur Verfügung. Daran wird nichts ändern. 

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