
Supermarkt
Blévita und M-Budget: Teste dein Wissen
Schon drei Jahre nach der Gründung startete die Migros ihre Eigenproduktion. Wie gut kennst du dich mit ihr aus?
Navigation

Onlinesicherheit
Schwindler nutzen gefälschte Schweizer Rufnummern. Ab 2026 sollen neue Regeln das sogenannte Spoofing eindämmen – doch Vorsicht bleibt geboten.
Das Handy klingelt, auf dem Display leuchtet eine Schweizer Nummer auf. Der Anrufer sitzt aber im Ausland und hat die Telefonnummer manipuliert. Das nennt sich Rufnummern-Spoofing.
«Möglich ist dies durch spezielle Software», sagt Jens Kaessner, Leiter der Sektion Sicherheit Netze und Dienste beim Bundesamt für Kommunikation. Betrüger nutzen dabei auch Informationen von Social-Media-Kanälen, um im Gespräch Vertrautheit vorzugaukeln. Künstliche Intelligenz kann zudem Stimmen von Bekannten oder Freunden imitieren.
Die Anrufer wollen Geld. Sie setzen ihre Opfer unter Druck und animieren sie zu schnellem Handeln, indem sie sich etwa als Verwandte in Not, Polizei oder Behörde ausgeben.
Mal soll eine Kaution für ein Familienmitglied bezahlt werden, mal eine horrende Arztrechnung – es geht vermeintlich um Leben und Tod. Durch geschicktes Hinters-Licht-Führen entlocken sie Passwörter und Bankinformationen und verschaffen sich so Zugang zu entsprechenden Konten.
Rechtlich gesehen sind solche Anrufe Betrug. Das wird mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet. Da die Täter aber meist im Ausland sitzen und ihre Spuren verwischen, werden sie kaum je erwischt.
Die Telefonanbieter müssen das Spoofing bekämpfen. Swisscom – über dieses Netz laufen auch die Handy-Abos von Migros Mobile – und Sunrise haben bereits eigene Werbeanruffilter aktiviert.
Ab 2026 müssen die Anrufe mit gefälschter Schweizer Nummer in allen Netzen gekennzeichnet werden, sofern die Anbieter die Fake-Nummer erkennen. «Beim Angerufenen wird dann auf dem Display ‹Anonym› oder gar keine Telefonnummer angezeigt. In ganz eindeutigen Fällen klingelt das Telefon gar nicht mehr», sagt Jens Kaessner.
Kennst du eine Nummer nicht, nimmst du den Anruf am besten gar nicht entgegen. Wer ein ernstes Anliegen hat, kann eine Voicemail hinterlassen. Antwortest du dennoch, solltest du keinesfalls sensible Daten preisgeben.
Vorsicht ist geboten, wenn psychologischer Stress aufgebaut wird. In diesem Fall am besten auflegen und den Anruf anschliessend dem Telefonanbieter oder dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) hier melden.
Entdecke spannende Geschichten rund um die Migros, unser Engagement und die Menschen dahinter. Weiter stehen wir dir mit praktischen Tipps und Tricks für den Alltag zur Seite.
Alle Stories