Ein Koch gibt Rüstabfälle in einen roten Kochtopf

Food Waste reduzieren

Kochen: Mit Resten zum Besten

500 Franken fallen pro Person und Jahr an Food Waste in der Schweiz an. Ein Mittel dagegen: Kochen mit Resten. Worauf du achten solltest.

Von
Janine Radlingmayr
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Tipp 1: Suppen – nachhaltig löffeln

Hier noch zwei Kartoffeln, dort ein halber Blumenkohl und ein Pouletschenkel vom Vortag: Suppen sind optimale Resteverwerter und Kühlschrankaufräumer. Sie verzeihen vieles: Du kannst fast alle Gemüsesorten kombinieren und sie somit nahrhaft und kraftspendend vor der Tonne retten.  

Tipp 2: Auffrischen zum Auftischen

Lampiges Gemüse wie Karotten, Lauch, Peperoni und Tomaten liegen auf einem Tisch

Gummige Rüebli und Kartoffeln ungeschält über Nacht in kaltes Wasser legen. Das Gemüse saugt sich dann wieder mit Flüssigkeit voll. Hartes Brot einfach anfeuchten und bei ca. 180°C im Ofen 2-4 Minuten backen. Weiche Chips auf einem Backblech verteilen, im Ofen bei 180°C ca. 3 Minuten backen, dann sind sie wieder knusprig.

Tipp 3: Früchte- und Gemüseschalen nutzen

Diverse Schalen aus Rüstabfällen

Schalen ab in den Kübel? Auf keinen Fall: Die Schalen von Früchten oder Gemüse liefern in der Küche ordentlich Geschmack. Zauber beispielsweise aus Gemüseschalen eine feine Bouillon, geniesse getrocknete Apfelschalen mit Zimt oder mach Chips aus Radieschenblättern. Auch aus Orangenschalen, Karottengrün oder dem Broccoli-Strunk lässt sich noch etwas Schmackhaftes machen: Sei erfinderisch!

Tipp 4: Nose to Tail

Ob Schweinsschnitzel, Rindssteak oder Pouletbrust – heute kommen in der Schweiz bevorzugt die vermeintlich edlen Teile eines Tiers auf den Teller. Doch ein Poulet besteht nicht nur aus Brust und Schenkel. «Nose to Tail» bedeutet «von Kopf bis Schwanz» und verarbeitet von einem geschlachteten Tier möglichst alle Teile. Dazu gehören Innereien ebenso wie Filetstücke, Bratenstücke und Suppenknochen.

Tipp 5: Einen Reste-Tag einplanen

An diesem Tag toben sich kreative Köch*innen aus: Aus übrig gebliebenen Lebensmitteln bunte Kreationen zaubern – zum Beispiel leckere Sandwiches oder Aufläufe.

Tipp 6: Pflanzen aus Resten ziehen

Eine Frau legt Lauchstiele in ein Glas Wasser

Schenk deinem Gemüse ein zweites Leben: Viele Pflanzen lassen sich aus Resten in der eigenen Wohnung ziehen. Für den frischen Nachschub an Kräutern und Gewürzen braucht es oft nicht mehr als ein bisschen Wasser, Sonne und Geduld. So funktioniert Regrowing:

Tipp 7: Einfach Einfrieren

Egal ob Sugo, Beerenreste oder Parmesan: Übriggebliebenes einfrieren statt verschwenden. Für die nächste Bouillon z. B. lassen sich gefrorene Gemüsereste, Pilz- und Kräuterstiele verwenden.