Ein Mann nimmt eine Migros-Tasche aus dem selbstfahrenden Fahrzeug

Selbstfahrendes Auto

Dieses Robo-Auto könnte dir bald das Essen bringen

Das erste selbstfahrende Elektrofahrzeug der Schweiz kurvt derzeit in Ebikon LU und beliefert Schindler mit Migros-Produkten. Ingenieurin Lara Amini erklärt, wie der Service funktioniert.

Von
Jörg Marquardt
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Was wir tun

Lara Amini, wozu brauchen wir einen autonomen Lieferdienst?

Von Loxo profitieren gleich mehrere Zielgruppen. Private Kundinnen und Kunden können von Detailhändlern wie der Migros flexibler beliefert werden, weil unser Service nicht an fixe Arbeitszeiten gebunden ist. Städte und Gemeinden haben einen geringeren CO2-Ausstoss, weil Bestellungen von mehreren Personen in einer Lieferung gebündelt werden.

Sind selbstfahrende Fahrzeuge überhaupt erlaubt?

Bisher nicht. Aber das Bundesamt für Strassen arbeitet an einem entsprechenden Gesetz, das 2024 vorgelegt werden soll. Unser Pilotprojekt in Ebikon ist nur für einen klar definierten Bereich autorisiert. Die 500 Meter lange Strecke verläuft ausschliesslich auf Firmengelände – und nicht über Kantonsstrassen. Zudem darf unser Fahrzeug maximal 30 km/h fahren. Sensoren sorgen dafür, dass es sicher im Strassenverkehr unterwegs ist. In der ersten Phase wird die Fahrt zusätzlich von einer Person aus der Ferne überwacht.

Die Technologie braucht Zeit zu wachsen.

Lara Amini

Werden wir unsere Lebensmittel bald nur noch via «Migronomous» bestellen?

Je nachdem, wie der Gesetzgeber selbstfahrendes Fahren reguliert, können wir im günstigen Fall schon ab 2025 eine Stadt mit dem Lieferservice abdecken – oder den Service sogar national anbieten. Vorerst konzentrieren wir uns aber auf die Testphase. Die Technologie braucht Zeit zu wachsen.