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Bratpfanne Star

M-Check

Wie nachhaltig sind meine Pfannen?

Wie umweltverträglich sind die Inhaltstoffe eines Produkts und wie gut lassen sie sich in den Kreislauf zurückführen? Dank zwei neuen M-Check-Dimensionen kannst du das im Haushaltsortiment der Migros nun herausfinden. Zum Beispiel bei Pfannen.

Von
Nina Huber
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Was wir tun

Woraus besteht eigentlich eine Pfanne? 

Pfannen gibt es wie Sand am Meer: Vom Kochtopf über die Bratpfanne bis hin zum Schmortopf. Genauso sieht es bei den verwendeten Materialen aus: Eisen, Aluminium, Gusseisen, Kupfer oder Edelstahl. Die Griffe  bestehen oft aus nochmals einem anderen Material, zum Beispiel Holz oder Kunststoff. Dazu kommen Schrauben und allfällige Beschichtungen.   

Welche Bestandteile belasten die Umwelt am meisten? 

Der Pfannenkörper und die Beschichtung. Der Körper besteht hauptsächlich aus Metall, einem natürlichen, nicht erneuerbarem Rohstoff, der aus der Erde gewonnen wird. Beim Abbau kann es zu Waldrodungen kommen, Tiere und Pflanzen verlieren ihren Lebensraum.  Aluminium beispielsweise wird aus einem Erz namens Bauxit gewonnen. Die Herstellung verbraucht sehr viel Energie. 

Zur Beschichtung: Viele Bratpfannen verfügen über eine Antihaftbeschichtung, damit keine Lebensmittel anbrennen und damit es weniger Fett braucht. Die Beschichtung mit dem PTFE-Kunststoff, besser bekannt unter dem Markennamen Teflon, ist zwar wirkungsvoll. Aber der grosse Nachteil: Der Kunststoff ist nicht rezyklierbar, und er zersetzt sich auch nicht auf natürliche Weise. «Wer auf die Umwelt achten möchte, wählt eine Pfanne ohne Beschichtung – wie die meisten Küchenprofis übrigens auch. Wenn es eine Beschichtung sein soll, ist eine Keramikbeschichtung die umweltfreundlichere Alternative zu Teflon», sagt Damian Oettli, Leiter Konsum und Wirtschaft beim WWF.

Wie funktioniert der M-Check bei der Pfanne? 

  1. Kreislauffähigkeit: Je mehr Einzelbestandteile einer Pfanne recycelt werden können, desto nachhaltiger ist sie. Denn das bedeutet, dass die Materialien potenziell im Kreislauf bleiben und somit Rohstoffe, Energie und Emissionen eingespart werden können. Die «Star»-Pfanne (siehe Box) erfüllt dies vollständig. So besteht sie etwa aus hundert Prozent rezykliertem Aluminium. Damian Oettli vom WWF sagt: «Eine Pfanne, die bereits über einen hohen Recyclinganteil verfügt, ist in puncto Nachhaltigkeit die beste Wahl. Recycling-Aluminium verbraucht beispielsweise nur fünf Prozent der Energie, die es für ein Produkt aus neuem Rohstoff braucht». 

  2. Frei von Schadstoffen. Wenn ein Produkt in den Kreislauf zurückgeführt werden soll, muss es frei von problematischen Inhaltstoffen sein, denn sonst rezykliert man diese immer mit. Damit die Bratpfannenserie «Star» eine bessere M-Check-Bewertung erhalten konnte, wurde die chemische Struktur der Keramikbeschichtung angepasst. Diese erlaubt nun ein Recycling, ohne dass die Qualität des Rohmaterials beeinträchtigt wird.  

Was kann ich tun, damit die Materialien im Kreislauf bleiben? 

Korrekt entsorgen. In der Schweiz ist die Entsorgung auf Gemeinde-Ebene geregelt. Pfannen aus Edelstahl, Aluminium oder Eisen können an den Wertstoff-Sammelstellen im Kleinmetall entsorgt werden. Grössere Pfannen in Recyclinghöfen – unabhängig davon, ob sie beschichtet sind oder nicht. Griffe aus Kunststoff wenn möglich vorher entfernen und im Hauskehricht entsorgen. Glasdeckel gehören nicht in die Altglas-Sammlung, sondern müssen im Recyclinghof abgegeben werden. 

Heute sind nur wenige antihaftbeschichteten Pfannen kreislauffähig. «Das Altmetall aus der Sammlung wird querbeet zusammengeschmolzen, und daraus entsteht minderwertiges Material. Zudem ist die Rücklaufquote tief, weil die Rückgabe an der Sammelstelle nicht in den alltäglichen Ablauf vieler Menschen passt. Hier besteht grosser Handlungsbedarf», sagt Oettli. 

Tipp: Reparieren statt wegwerfen. Das Schweizer Start-up Repan flickt Teflon-beschichtete Pfannen, reinigt eingebrannte Edelstahlpfannen und vernietet lose Griffe. 

Was kann ich sonst noch tun? 

Die richtige Pflege beeinflusst die Langlebigkeit deines Kochgeschirrs. Geeignet sind Holz- oder Kunststoff-Kellen, damit die Beschichtung nicht zerkratzt. Deshalb solltest du auch nie mit einem Messer direkt in der Pfanne schneiden. 

Beschichtete Pfannen und Schmortöpfe aus Gusseisen sollten nicht in den Geschirrspüler. Denn das intensive Spülmittel und die langen Waschgänge belasten die verbauten Materialien, eine Antihaftbeschichtung verliert schneller ihren Effekt. Stattdessen reinigen ein weicher Schwamm oder Lappen die Pfanne schonend, ohne die Beschichtung zu zerkratzen – am besten sogar ohne Spülmittel. Tipp: Fettlösender Reiniger auf eine Bürste geben, über die Pfanne bürsten und kurz einwirken lassen. Danach mit Wasser abspülen. 

Bei einer unbeschichteten oder gusseisernen Pfanne hilft Salz, das du mit etwas Speiseöl mischt. Die Pfanne langsam heiss werden lassen. Sobald das Salz gelb-braun verfärbt ist, die Pfanne mit Wasser ausspülen.  

Bei Verkrustung: Über die eingekochten Esswaren etwas Geschirrspülpulver streuen und wenig Wasser darüber geben, bis sich eine Art Paste bildet. Jetzt ist Geduld gefragt: Je länger du dem Einwirken Zeit gibst, desto besser löst sich die Verkrustung.  

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