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Bernd Söllner im Hauptquartier vom Mibelle in Buchs AG

Arbeiten bei der Migros Gruppe

Der Chef im Sabbatical – bei der Migros kein Problem

Bernd Söllner, 53 aus Lörrach (DE) hat sich als Bereichsleiter bei Mibelle eine mehrwöchige Auszeit gegönnt. Warum er das als Chef gemacht hat und wie sein Team reagiert hat.

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Barbara Scherer
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Barbara Scherer
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Als Chef der Forschung und Entwicklung sowie Qualitätssicherung trägst du ziemlich viel Verantwortung – trotzdem hast du dir eine mehrwöchige Auszeit gegönnt?

«Ja, ich leite rund 155 Personen an 4 Standorten in Europa. Trotzdem konnte ich 7 Wochen weggehen. Ich war nach zwei Wochen nur einmal kurz im Büro, um mich mit meinem Stellvertreter und dem Leitungsteam abzusprechen. Für mich war das auch eine Art Test, um zu sehen, wie weit das Team ist und ob die Arbeitsabläufe ohne mich klappen. Es hat funktioniert: Ich habe meinen Computer zu Hause gelassen und wurde nur dreimal von meinem Stellvertreter für kleinere Fragen kontaktiert.»

Wie hat dein Team auf deine Abwesenheit reagiert?

«Im ersten Moment haben schon einige Mitarbeitende leer geschluckt. Aber dann haben mich alle unterstützt und bestätigt, dass sie den Laden auch ohne mich schmeissen können. Das ist auch das Ziel jeder guten Führungsperson: sich selbst überflüssig machen, um sich neuen Aufgaben widmen zu können.»

Und du konntest wirklich abschalten im Sabbatical?

«Absolut, ich habe die Zeit für Familienbesuche, Campingausflüge und Renovationen am Haus genutzt. Zudem habe ich mit meiner Lebenspartnerin bei einer Alpenüberquerung mit Pferden geholfen. So hatte ich nicht nur Erholung, sondern habe auch etwas total Neues erlebt. Dadurch habe ich neue Perspektiven gewonnen, die ich für den Job nutzen kann.»

Dürfen deine Mitarbeitenden jetzt auch ein Sabbatical nehmen?

«Wenn es irgendwie möglich ist und nicht alle gleichzeitig gehen wollen, natürlich! Ich kann jeder und jedem eine längere Auszeit empfehlen. Dabei sollte man sich in der Zeit neuen Herausforderungen stellen. Das schafft Distanz zum Job und man gewinnt neue Eindrücke, kann die Batterien wieder aufladen und sammelt Erfahrungen – das hilft dann später auch im Beruf weiter.»

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